A Single Man
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Durchschnittliche Kundenbewertung:(54 Kundenrezensionen )
Produktinformation
- Verkaufsrang: #2441 in DVD
- Erscheinungsdatum: 2010-08-27
- Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren
- Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
- Formate: Dolby, PAL, Widescreen
- Untertitel in: Deutsch
- Länge: 97 Minuten
Beschreibung
Movieman.de
A SINGLE MAN ist ein Film der leisen Töne. Eine Zelebrierung des Gefühls der Traurigkeit. Es ist dies ein Film, der so manchem vielleicht als langweilig oder öde erscheinen könnte, aber wenn man hinter die Fassade blickt, dann erkennt man ein wunderschönes Juwel, das technisch dem Inhalt mehr als gerecht wird. Herausragend ist die Farbdramaturgie des Films. Die Farben sind generell etwas matter. Sie erscheinen bar jeden Lebens zu sein und versinnbildlichen den Gemütszustand von George. Aber in den wenigen Momenten, in denen er sich an die glücklichen Momente seines Lebens erinnert oder aber eine Verbindung mit dem gegenwärtigen Leben um sich herum aufnimmt, blüht das Bild auf. Die Farben werden kräftig. Sie erwecken Hoffnung. Hoffnung, deren Keim in George langsam aufgeht. A SINGLE MAN beschäftigt sich nicht nur mit dem Gefühl, ein Außenseiter zu sein, sondern mehr noch damit, im Leben jemanden zu verlieren, der einem alles bedeutet. Das Skript ist dabei niemals effekthaschend oder klischeehaft. Es bleibt der Geschichte und den Figuren treu. Das Ergebnis ist ein Film, der erstaunlich real wirkt und gerade deswegen nicht vorhersehbar ist. Ein kleines Juwel, das in seiner Elegie eine erstaunliche Schönheit entwickelt. Empfehlenswert ist das Regiedebüt von Ex-GUCCI-Modeschöpfer Tom Ford natürlich darüber hinaus auch für alle Mode- und Designfans, da man sich an den Kostümen und Sets gar nicht sattsehen kann. Fazit: Inhaltlich als auch technisch ein hervorragendes Drama
Moviemans Kommentar zur DVD: Das Bild ist schön geworden. Fein ist das Spiel mit den Farben, die zumeist eher matt sind, in Schlüsselmomenten jedoch zu leben beginnen. Die Detailschärfe ist schön (Fasern von Pullover bei 00:26:52). Rauschen fällt kaum auf und die Kompression ist gut, aber es gibt immer wieder mal leichtere Fälle von Aliasing (00:15:36, Uhrzeiger). Der Kontrast ist ausgewogen und gibt sich keine Blöße. Der Ton ist recht gut geworden. Die Sprachverständlichkeit ist hoch, allerdings im Deutschen ein wenig steriler. Umgebungsgeräusche wie heftiger Regen kommen immer wieder mal zum Einsatz, letzten Endes ist dies aber ein eher ruhiger und frontlastiger Film. Die Extras leben hauptsächlich vom Audiokommentar von Tom Ford, der tiefe Einblicke in die Produktion gewährt. Da kann das eher oberflächliche Making Of nicht mithalten. Die Interviews sind Werbematerial. --movieman.de
VideoMarkt
George Falconer ist ein in die Jahre gekommener britischer Professor, der an der Uni von Los Angeles unterrichtet und von seinen Schülern als schräger Vogel angesehen wird. Keiner weiß, dass der Prof ein schwuler Mann ist, der gezielt auf Distanz geht. Erschüttert erfährt er vom Unfalltod seines Geliebten Jim. Er denkt an Selbstmord, fühlt sich einmal mehr aus dem eigenen Leben ausgeschlossen. George lässt sich mit einer Freundin durch die Nacht treiben, bis er trunken auf einen seiner sehr viel jüngeren Schüler trifft.
Video.de
Basierend auf "Der Einzelgänger" von Christopher Isherwood realisierte der einstige Gucci-Modedesigner Tom Ford sein überzeugendes, exquisit ausgestattetes Regiedebüt. Die Geschichte eines älteren Mannes, der den Tod des Partners beklagt und sich in einen Jüngeren verliebt, beleuchtet auch das schwierige Verhältnis zwischen europäischer und amerikanischer Lebensart. Colin Firth (Darstellerpreis in Venedig) meistert die schwierige Hauptrolle mit Bravour und erhält Unterstützung von Kollegen wie Julianne Moore.
Kundenrezensionen
Hilfreichste Kundenrezensionen
65 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Exquisites, subtiles und höchst kunstvolles Kino für Erwachsene
Von Florian Hoffmann
Es fällt mit Sicherheit schwer, einen stilvolleren Film aus den letzten Jahren zu finden als die wundervolle Adaption von Christopher Isherwoods "A Single Man".
Es handelt sich um ein perfekt durchkomponiertes Kunstwerk, das exquisit fotografiert und von einer enorm eindringlichen Filmmusik unterlegt ist. Jedes Bild ist von wundervoller und klarer Komposition geprägt, die Kostüme sind ebenso wie die Sets unerhört stylisch und versetzen den Zuschauer in eine Art Hyper-Realität des Jahres 1967 in Los Angeles. Zudem ist "A Single Man" sehr ruhig erzählt, nur gelegentliche kunstvolle Jump-Cuts sorgen für ein wenig Unruhe. Vom unfassbar künstlerischen und perfektionistischen Stil her könnte man fast meinen, dass es sich um ein Werk der französischen Nouvelle Vague handelt.
Nichtsdestoweniger ist das Schicksal des Protagonisten George Falconer (Colin Firth) enorm faszinierend dargestellt und geht unter die Haut. Falconer ist ein britischer College Professor in Los Angeles, der nach dem Tod seines langjährigen Lebensgefährten Jim (Matthew Goode) desillusioniert ist und nach einem Sinn in seinem Leben sucht. Der Film zeigt einen Tag seines Lebens, der von kleinen und größeren Begegnungen geprägt ist, u.a. mit einem seiner Studenten Kenny (Nicholas Hoult), der offenbar fasziniert von seinem Dozenten ist und mit Charly (Julianne Moore), seiner besten Freundin, mit der er einst auch ein Verhältnis hatte. Zudem versucht er immer wieder seinem Leben ein Ende zu bereiten.
Bemerkenswert ist es, dass der Mann hinter dem Film kein anderer ist als der schon legendäre Mode-Designer Tom Ford ist, der u.a. Gucci wiederbelebt hatte. Für ihn war der Film eine höchst persönliche Angelegenheit, da ihn die literarische Vorlage schon sein halbes Leben begleitet und immer eine große Bedeutung für ihn hatte, was man dem Film überdeutlich anmerkt. "A Single Man" ist höchst bedächtiges und gedankenvolles Kino, bei dem jedes Wort und jeder Satz, der ausgesprochen wird, tiefgründig und bedeutungsvoll ist. Wie die Worte wirkt jedes Detail der Inszenierung perfekt gewählt und durchdacht, wodurch eine fast schon zu perfekte Symbiose aus Bild, Ton und Literatur entsteht. Fords Regie ist präzise, cool und gefühlvoll. Dass der Film nie prätentiös wirkt, sondern stets bewegend und stimulierend ist, ist ein kleines Wunder und man man Tom Ford danken, der nun definitiv ein Mann ist, von dem man in Zukunft auch auf cineastischer Ebene viel erwarten kann.
Doch natürlich wäre der Film trotz mehr als eindrucksvoller Inszenierung nichts wert ohne seinen Hauptdarsteller: Colin Firth gibt hier ohne Frage seine Karriere-Bestleistung, er ist schlichtweg eine Wucht, der mit unwahrscheinlich subtilem, nuanciertem und zurückhaltendem Spiel fasziniert. Er ist praktisch in jeder Szene zu sehen, wodurch er den Film meisterhaft trägt und man seine Augen nicht von ihm nehmen kann. Völlig zurecht bekam er für seine großartige Leistung eine Oscar-Nominierung und viele andere Auszeichnungen. Unterstützt wird er von der fabelhaften Julianne Moore, die wie immer auf ganzer Linie überzeugt.
Natürlich ist "A Single Man" nicht ein Film für jedermann: Er erfordert Aufmerksamkeit und Ruhe, am Besten man setzt sich gemütlich mit einem Glas Wein hin, legt den Film ein und genießt einfach. Es handelt sich ohne Frage um einen Film für Erwachsene, für aufgeschlossene Menschen, die sich gern Gedanken über das Leben machen und einen Sinn für kleine Details haben. Wer große Melodramatik erwartet oder Spannung sucht, ist hier definitiv fehl am Platz, denn "A Single Man" ist ein Film, der von seiner Subtilität lebt und nie dick aufträgt. Wer damit nichts anfangen kann, ist hier wohl schnell gelangweilt.
75 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ein Glücksfall!
Von Thalia
"A Single Man" stellt für mich einen Glücksfall dar. Der Designer Tom Ford erfüllt sich einen lang gehegten Traum. Er schreibt ein Drehbuch nach dem Roman von Christopher Isherwood, den er vor vielen Jahren las und seit damals nicht vergessen konnte und dreht den Film. Er lässt sich weder durch die Finanzkrise die seine Geldgeber abspringen lässt noch durch "gute Ratschläge" von Freunden entmutigen und hält an seinem Vorhaben fest. Finanziert seinen Erstlingsfilm selbst, wartet so lange, bis Colin Firth Zeit hat die Hauptrolle zu übernehmen. Die Dreharbeiten dauern nur 21 Tage und die Prognosen der Fachwelt sind eher skeptisch. Klingt alles nicht sehr erfolgsversprechend. Ja und was passiert dann?? Tom Ford schafft mit seinem Erstlingsfilm ein wahres Meisterwerk. Ein Juwel. Getragen vom Hauptdarsteller Colin Firth, der endlich beweisen kann, welch ein herausragender Schauspieler er ist. Für ihn gilt der Satz von Glorian Swanson, dem Stummfilmstar in Billy Wilders berühmten Film "Sunset Boulevard": we didn't need lines, we had faces! (Wir brauchten keinen Text, wir hatten Gesichter).
Colin Firth in der Rolle des trauernden Prof. Falconer, der seinen langjährigen Partner, gespielt von Matthew Goode (Match Point, Brideshead) bei einem Autounfall verlor und beschließt seinem Leben ein Ende zu bereiten, weil er den Verlust seines langjährigen Partners nicht ertragen kann - das ist Schauspielkunst auf höchstem Niveau. Die Szene in der er am Telefon die Todesnachricht erhält und ganz nebenbei erfährt, dass er bei der Beerdigung nicht erwünscht sei, nur für "Familienmitglieder" - mit das Berührendste was seit langem auf einer Kinoleinwand zu sehen war. Der Coppa Volpi in Venedig als bester Darsteller, Oscar- und Golden Globe-Nominierung, sowie der Gewinn des BAFTA, des britischen Oscar, waren hochverdient.
Dieser Mann, der praktisch nur von seiner akkuraten Bekleidung, die wie eine Art von Rüstung wirkt, die ihm Halt gibt, und sein ebenso penibel gepflegtes Haus am Leben gehalten wird, plant seinen Tod wie er auch lebte. Mit äußerster Sorgfalt und Zurückhaltung. Einzig seiner alten Freundin Charlie gegenüber, wunderbar dargestellt von Julianne Moore, zeigt er Gefühle und geht aus sich heraus. Aber es bleiben nur kurze Episoden des Glücks. Obwohl es sich bei den Protagonisten um ein homosexuelles Paar handelt, spielt das eigentlich eine Nebenrolle. Es geht um den Verlust eines geliebten Menschen, ob Mann oder Frau, ist dabei völlig nebensächlich.
Als eine Art Schutzengel erscheint da sein Student Kenny,(Nicholas Hoult, der Junge aus "About a Boy") der seinem Professor folgt und wohl instinktiv fühlt, was dieser von ihm bewunderte Mann plant. Wunderbar dabei zuzusehen, wie Prof. Falconer durch Kennys entwaffnende Art, seine Anhänglichkeit und herzerfrischende Naivität langsam wieder Lebensmut schöpft.
Mehr sollte man nicht verraten, für all diejenigen, die den Film im Kino versäumt haben. Die adäquate wundervolle Filmmusik, die wie bei Tom Ford nicht verwunderlich, unglaublich geschmackvollen Kostüme und Ausstattung, das Ambiente vom Feinsten, runden die Meisterleistung der Schauspieler adäquat ab. Tom Ford zeigt in seinem ersten Film als Regisseur welch großes Talent in ihm steckt. Er gehört für mich jetzt schon zu den Besten seines Fachs.
Als Fazit: einer der schönsten Filme des Jahres. Colin Firth als Idealbesetzung, ohne den dieser Film nicht denkbar wäre und Tom Ford, der mit traumwandlerischer Sicherheit und Geschmack dieses Meisterwerk schuf. Dazu der Tipp: man sollte sich nach Möglichkeit nur die Originalfassung ansehen. Die Stimme von Colin Firth ist einfach umwerfend. Dafür 5 Sterne!!
18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wie ein Schlag in die Magengrube
Von Christian Falk
Der Titel meiner Rezension ist durchaus als Anerkennung gemeint! Ich habe den Film in einem kleinen Art-House-Kino gesehen und war beeindruckt. Die unterschwellige, unterdrückte Spannung, die der Film transportiert, scheint unerträglich zu sein. Ein irgendwie quälender und auf diese Weise tief berührender Film, der trotz oder gerade aufgrund der makellosen Fassade innerlich bewegt. Man kann die Anspannung der Protagonisten fast körperlich spüren - beeindruckend!