A Thousand Suns (Limited Edition)
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28 neu oder gebraucht verfügbar EUR 7,06
Durchschnittliche Kundenbewertung:(743 Kundenrezensionen )
Titelliste
Disk 1:
- The Requiem
- The Radiance
- Burning In The Skies
- Empty Spaces
- When They Come For Me
- Robot Boy
- Jornada Del Muerto
- Waiting For The End
- Blackout
- Wretches And Kings
- Wisdom, Justice, And Love
- Iridescent
- Fallout
- The Catalyst
- The Messenger
Disk 2:
- Meeting Of A Thousand Suns (Video Documentary)
Produktinformation
- Verkaufsrang: #11665 in Musik
- Erscheinungsdatum: 2010-09-10
- Anzahl Disks: 2
- Formate: CD+DVD, Limited Edition
- Abmessungen: .31 Pfund
Beschreibung
motor.de
Linkin Park Reloaded - Auf "A Thousand Suns" schlägt die Band eine völlig neue Richtung ein. Der Weg führt weg vom Nu Metal hin zum percussionlastigen Elektro-Sound.
Was ist bloß los bei Linkin Park? Diese Frage dürften sich wohl viele in den letzten Wochen gestellt haben. „A Thousand Suns“ ist das wohl heiß diskutierteste Album des Jahres, noch vor seiner Veröffentlichung. Mit diversen Tracks zum Vorhören und der ersten Singleauskopplung „The Catalyst“ hat die Band die Diskussionen immer weiter angefacht. Doch ist das vierte Studioalbum der Band die Aufregung überhaupt wert? Definitiv ist es eine Platte, die man so nicht erwartet hätte. Diejenigen, die Linkin Park aber sowieso nichts abgewinnen können, dürfte dieses Album mit seinen inflationär benutzten Interludes, melodramatischen Balladen und Electro-Elementen auch nicht überzeugen. Für alle anderen wird es auf jeden Fall interessant.
Für ihr viertes Studioalbum hat die Band den Weg weg vom typischen Nu Metal Sound, wie beispielsweise noch auf „Minutes To Midnight“ zu hören war, hin zum HipHop und ruhigeren, elektronischeren Tracks eingeschlagen. Die Songs sind groß produziert und haben teilweise sehr einprägsame Melodien, muten dabei aber wie immer etwas melodramatisch an. 15 Titel umfasst das Werk der Kalifornier, wobei nicht alle als klassische Songs deklariert werden können. Ganze sechs Tracks sind Interludes, darunter zwei Intros. Stellt sich die Frage, ob die Jungs es hier nicht ein wenig übertrieben haben. Klar wird aber, dass es sich bei „A Thousand Suns“ um ein Konzeptalbum handelt. Es geht um monumentale Themen: Kriege, die atomare Apokalypse, Zerstörung, Reue, Liebe und Gerechtigkeit. Diese werden in den Songs vor allem über Einspieler von Reden großer Persönlichkeiten transportiert. So hört man beispielsweise ein Zitat von Martin Luther King und Auszüge aus Robert Oppenheimers „Destroyer Of Worlds“ Rede, die er nach dem Test der ersten Atombombe 1945 hielt.
Neben Rave-Beats sind auf der Platte auch Reggae- und Dancehall-Elemente zu finden. „Wretches And Kings“, besticht beispielsweise durch fetten Basssound und die fließenden Raps von Mike Shinoda, gepaart mit Chester Benningtons energetischem Gesang. Auf jeden Fall mutig und ein potentieller Charthit, bei dem einem unweigerlich das Bild vom Massenpublikum, das zum Beat die Hände wild auf und ab bewegt, in den Sinn kommt.
Einer der stärksten Songs des Albums und ebenfalls massentauglich ist die erste Singleauskopplung „The Catalyst“. 90er Jahre Techno-Trance, den Linkin Park einfach in die heutige Zeit mitgenommen und mit den Stimmen aller sechs Bandmitglieder unterlegt haben. Mit „Robot Boy“ und „Iridescent“ haben es auch Balladen, á la „What I've Done“, wieder auf das Album geschafft. Die weichen Gesangslinien Benningtons können allerdings auch nicht vom etwas platten Text ablenken: „Do you feel cold and lost in desparation?/ You build up hope/ But failure's all you've known/ Remember all the sadness and frustration/ And let it go.“
Mit „A Thousand Suns“ haben Linkin Park sich neu orientiert. Fans der früheren Alben dürften sich aber zunächst vor den Kopf gestoßen fühlen. Bis auf den Song „Blackout“ ist nicht mehr viel übrig von den Linkin Park der Erfolgsplatten „Hybrid Theory“ und „Meteora“. Die Gitarren hat das Sextett größtenteils gegen Percussionelemente, Synthies und Pianoklänge getauscht. Dennoch ist „A Thousand Suns“ kein schlechtes Album. Die Musikwelt aufmischen, wie mit ihrer ersten Platte, auf der sie Nu Metal und Rap vermengten, wird die Band damit aber trotzdem nicht.
Kurzbeschreibung
Die Deluxe Version enthält neben dem Album eine 30min. Doku über die Entstehung von A Thousand Suns.
"Jedes Mal, wenn wir ein Album fertigstellen, wird es von einem Text begleitet, der es beschreiben soll. Das Plattenlabel bezahlt einen seriösen Schreiber, der eine aufregende Schilderung der Musik anfertigen soll, in der Hoffnung, dass Sie diese davon überzeugt, die Musik zu mögen. Wir allerdings sind der Meinung, dass Wörter normalerweise den Sound eines Albums schlecht beschreiben können. Also dachten wir uns, dass wir diesmal etwas anderes ausprobieren und Ihnen einfach nur erzählen, direkt von uns, was wir im Kopf hatten, als wir begannen, unser neues Album A Thousand Suns zu schreiben. Den Rest überlassen wir Ihnen.
Bevor Sie die Musik hört, sollen Sie wissen, dass dieses Album zusammengefügt wurde, um als genau das genossen zu werden, was es ist: ein Album. Uns ist klar, dass viele Leute an kleine Single-Song-Portionen gewöhnt sind. Trotzdem (oder vielleicht auch gerade deswegen) wollen wir Sie mit diesem Album auf eine Reise mitnehmen. Wenn Sie sich dazu entschließen, das Album stückchenweise zu hören, ist das natürlich auch okay. Wir wollten Sie nur wissen lassen, dass ein Teil des Erlebnisses nur dann funktioniert, wenn Sie A Thousand Suns von Anfang bis Ende durchhören.
Wenn wir unsere Lieblingsalben hören, vergessen wir schnell, dass es vor ihrer Veröffentlichung mal einen Moment gab, in der sie nur eine verrückte Idee eines Künstlers waren. Wir haben versucht, diesen Moment im Kopf zu behalten, als wir das Album machten – das gab uns die Inspiration, etwas zu wagen und uns keinen Kopf darüber zu machen, ob das, was wir ausprobierten, anfangs anders oder komisch war.
Wenn Sie unsere Band bereits kennen, werden Sie bemerken, dass dieses Album einen anderen Sound hat. Dies liegt zum einen daran, dass wir es lieben, neue Dinge auszuprobieren, zum anderen aber auch daran, dass wir auf so einen Sound in der alternativen Musik lange gewartet haben. Wir haben wieder mit Rick Rubin zusammengearbeitet (der schon unser letztes Album ko-produzierte), weil er unsere Vision verstanden hat, diesen neuen Sound einzufangen.
Wir hoffen, dass Ihnen die Musik gefällt und dass Sie uns auf unser Webpage besuchen, um mit uns darüber zu reden."
Brad, Chester, Dave, Joe, Mike und Rob
Kundenrezensionen
Hilfreichste Kundenrezensionen
429 von 475 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Gewöhnungsbedürftig
Von S. Bergemann
Hallo zusammen,
ich darf das Album seit heute mein Eigen nennen und habe es jetzt 4 Mal durchgehört. Vorab habe ich auch schon auf Youtube und diversen anderen Pages reingehört. Das ist ein Fehler! Mal sollte das Album nämlich definitiv als Gesamtwerk hören und wahrnehmen. Das lässt es zumindestens etwas runder wirken und man erkennt, dass ein Konzept dahintersteht. Ist ja nicht umsonst ein Konzeptalbum!
Dennoch: Ich gehöre zu den Leuten, die sich auf ihrem Ipod, Mp3-Player oder was auch immer, die Favoriten rauspicken. Leider gibt es auf dieser Scheibe für meinen Geschmack viel zu wenige. HT und Meteora hörte ich stundenlang an einem Stück durch. Auch M2M gesellte sich ein paar Jahre später zu dieser Liste (mit Außnahme ein paar weniger Tracks).
Dieses Album ist allerdings viel zu kurz (einige werden evtl. "zum Glück ist der Sch... vorbei")denken. Ich sehe das ein wenig anders. Fakt ist, man freut sich auf 15 neue Tracks, effektiv übrig bleiben am Ende 9. Die anderen 6(!) sind Intros und Interludes. Passt wie gesagt zum Konzeptalbum. Dennoch fragt man sich warum die 6 Kalifornier es nicht auf die Reihe bekommen innerhalb von 3 Jahren (im Mai 2007 kam M2M raus) mehr volle Songs auf die Scheibe zu bringen. Gut HT war auch kurz und dennoch ein Traum. Theroetisch also hier auch möglich. "Lieber 9 gute Songs als nur 5 gute und 8 Lückenfüller" denkt man sich.
Bevor ich ein wenig die einzelnen Songs beschreibe, muss ich einfach mal festhalten, dass einige LP-Fans (ich zähle mich auch als einer) die Bewertung verfälschen. Klar Musik ist Geschmackssache, aber in vielen Rezensionen werden 5 Sterne rausgehauen, nur weil man sich als treuen Fan bezeichnen will. Auch als Fan darf man das, was die Band produziert, kritisch reflektieren und kommentieren. Begründungen wie "die Band wollte und muss sich weiterentwickeln und das ist gut und daher 5 Sterne" sind extrem platt und ohne Aufschluss für andere mögliche Käufer. Das Album ist in meinen Augen definitiv kein "Meisterwerk" wie einige es hier beschreiben. Das ist schlichtweg übertrieben. Als Fan einer Fußballmannschaft finde ich ja auch nicht immer jede Neuverpflichtung oder den neuen Trainer top. Auf der anderen Seite gibts sehr viele 1 Stern Rezensionen a la "Enttäuschung des Jahres" oder "Was ist aus LP geworden?". Die Wahrheit liegt nach meinem Empfinden irgendwo in der Mitte, daher 3 Sterne.
Das Album ist wirklich anders und das wurde vorher auch seitens LPs publik gemacht.Also Beschweren, dass es "plötzlich" ganz anders kam als man es erwartet hat, sollte sich keiner. Ich persönlich empfinde das Album eher als Rückschritt. Weiterentwicklung ist schön und gut, aber dabei die Basis, den Metall, zu verlieren? Ich weiß nicht....Wo sind die krachenden E-Gitarren? Wo schreit Chester sich die Seele aus dem Hals? (einen Song gibts "Blackout")
Die Intros und Interludes bereiten den Hörer zwar wirklich auf den nächsten Song vor, aber besonders kreativ finde ich das Geduddel nicht. Nur weil Linkin Park was macht, was auch andere Hobby-Musiker hinbekommen, ist es noch lang kein "Meisterwerk".
Zu den Songs. Intros etc. lasse ich hier weg.
Burning in the Skies:
Klingt zugegebenermaßen nicht schlecht. Refrain klingt gut, Chesters Stimme klingt gut. In dem Song hört man die E-Gitarren keine Frage. Aber der Song könnte wirklich auch von Robbie Williams sein. Sehr poppig. Versteht ihr? Es rockt nicht, es knallt nicht, es ist Radio-Musik. Vergleichbar mit Leave out all the rest von M2M.
When they come for me:
Gutes Intro. Raplastiges Lied. Dann immer dieses "aaahhhhh aaaahhhhh" als wäre man im Orient aufm Bazar. Geschmackssache. Wenigstens gefällt mir der Rap und beim Konzert kann die Masse dieses "ahhhhhh" prima mitgrölen.
Robot Boy:
Auch ein sehr ruhiger, absolut radiotauglicher Song. Aber das wird Rockfans nicht umhauen!
Waiting for the end:
Ist die zweite Singleauskopplung.
Klingt klasse. Toller Refrain. Aber wie oben auch schon, das ist fürs Radio. Wie soll man da aufm Konzert drauf abgehen? Persönlich dennoch einer meiner Lieblinge auf dem Album.
Blackout:
Das erinnert an frühere Zeiten! Für mich das absolute Highlight. So will man Chester hören. Im Hintergrund Mike am Piano, Rob an den Drums. Dennoch: das ist Geschmackssache, aber für mich kommt das Highlight des Albums nicht an "Numb" "In the end" etc. ran, wenn ich es auf meiner pesönliches Lieblingssongs von LP Skala einordne.
Wretches and kings:
Intro ist eine politische Rede des US Bürgeraktivisten Mario Savio (danke für die Korrektur durch einen anderen Rezensenten). Danach starker Bass und Mike beginnt. Abwechselnd mit Chester. Im Hintergrund dann immer dieses "eyeyey". Sowas kann man in der Disco laufen lassen...aber LP? Immerhin unterstreicht es den Rap in diesem Lied und das Outro: Jaaaaaaaaa, juhu, freude, Mr. Hahn an den Turntables! Das hat man sich noch gewünscht. Also Song auch ein Highlight des Albums.
So man ist aufgewärmt jetzt kann es rockig weitergehen....
Iridescent:
...Es tut mir fast schon Leid euch das zu sagen. Radio Musik. All die ruhigen Songs klingen wirklich nicht schlecht, aber schon wieder? Ich will Headbanging! Ich will auch mal ne Song wie "Given up" oder wie "Don't stay" etc.
The Catalyst:
Kennt Ihr inzwischen. Für viele eine Enttäuschung. Für mich akzeptabel. Aber führt euch mal die ersten Singels aller LP Alben vors geistige Auge oder besser Ohr: One Step closer, Somewhere I belong, What I've done und dann The Catalyst. Für mich ganz klar welcher Song da am meisten abfällt. Dennoch der Song ist ein weiterer annehmbarer Song für meinen Geschmack.
So jetzt aber NuMetal...
The Messenger:
Oh schon letzter Song (könnte man denken). Chester begleitet von einer Acoustic-Gitarre. Ja, Chester hat ne schöne Stimme. Ja, LP wollte auch mal ein Acoustic Song machen, alles gut soweit. Hat Nirvana ja auf Nevermind auch gemacht. Aber da rocken die anderen Songs wenigstens.
Fazit:
Überwiegend schön radiotaugliche Popsongs. Sorry, aber das ist wirklich so. Einige sind für Abende zu zweit echt geeignet. Das ist leider ein bischen too much. Ein paar Highlights gibt es für mich persönlich schon. Aber die fallen halt fast nur dadurch auf, dass sie sich vom mehr oder weniger nicht gutem Rest, etwas abheben. Mir persönlich fehlt auf der ganzen Scheibe einfach die Power, die man beim Hören der Musik dann selbst nach außen trägt. Die Musik ist dennoch gut produziert, man erkennt ein Konzept, die Texte sind auch in Ordnung und einige Songs sind absolut hörbar. Aber mehr als 3 Sterne kann ich dafür nicht geben.
Bis Bald
P.S. Hört euch auf den allseits bekannten Internetplattformen die zwei Songs "Walking away" und "Why try" (sind die einzigen Songs die bisher hörbar sind) des neuen Limp Bizkit Albums "Gold Cobra" an. Die sind Ihrem Stil treu geblieben und rocken. Hätte ich mir von LP auch gewünscht!
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Blackout ?!
Von J.M.
Blackout - so heißt nicht nur ein Titel auf dem Album "A Thousand Suns" von Linkin Park, sondern den hatten die Komponisten dieses Werkes vermutlich beim arbeiten. So war mein Gedanke nach erstem durchhören. Zuerst möchte ich sagen, dass ich es wirklich eine Frechheit finde, dass 6 der 15 Titel nur Kurztracks sind. Konzeptalbum hin oder her, fühlt man sich beim Hören auf den Arm genommen und ohnehin greift das Konzept auch ohne die Kurztracks. Was auch gleich ein weiterer Kritikpunkt an das Album ist, die Titel klingen größtenteils alle nach eintönigem Techno/Rock-Gedudel. Nach mehrmaligen Hören gefallen mir einige Tracks jedoch deutlich besser. So kann ich mich am Ende mit Titeln wie Robot Boy, Waiting for the Ende und Burning in the Skies anfreunden, jedoch bleibt ständig der fade Beigeschmack, dass Linkin Park es eigentlich viel besser kann.
213 von 291 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Nur weil es anders ist, ist es nicht schlechter (und besser schon gar nicht)
Von K. Klett
Eins vorweg: Ich hatte eigentlich nicht erwartet, dass Linkin Park wieder "Back to Roots" gehen würden. Das ist ja nicht allzu schlimm, denn eine Weiterentwicklung bedeutet für mich, dass man den ursprünglichen Sound verfeinert, andere Stile einfließen lässt und weder sich selbst noch Andere kopieren. ABER: Was Linkin Park mit "A Thousand Suns" fabriziert haben ist ein absoluter Stilbruch und eine nicht zu überhörende Anbiederung an das Mainstream Radio unter dem Deckmantel der anspruchsvollen Horizonterweiterung.
Dennoch muss man festhalten, dass viele der "alten Fans" dem Album eh keine Chance geben, alles, was vom Hybrid Theory Sound abweicht als Verrat darstellen und mit Aussagen wie "Wer das Album mag ist kein Fan" ankommen. Davon abgesehen ist es albern die Band darzustellen, als wäre sie früher so hart wie Pantera zu "The Great Southern Trendkill"-Zeiten gewesen. Damit disqualifiziert ihr euch nur selbst.
Ich muss mich trotzdem fragen was sich manche(nicht Alle!) bei ihren positiven Rezensionen gedacht haben.
Das liest sich (überspitzt dargestellt) wie: "Wer das Album negativ bewertet ist gleich ein stockkonservativer Fanatiker des Hybrid Theory Sounds und total intolerant.", oder "Es ist anders, also ist es eine Weiterentwicklung. Dass heißt es ist gut" und zum nur Glück selten auch "Da steht Linkin Park drauf, also ist es gut!".
Natürlich dürfen, nein müssen LP sich enwickeln, warum aber lediglich bei über den Daumen gepeilt 3 Liedern ein Schlagzeug vorkommt (bzw. klar erkennbar ein Schlagzeug vorkommt) ist mir schleierhaft. Elektro Einflüsse? Von mir aus, aber muss man gleich tausend Sonnen mit Keyboards, Synthesizern und Dancefloor-kompatiblen Beats vollkleistern? Und von dem Gesang will ich gar nicht erst anfangen.
Aber kommen wir zu den Tracks im Einzelnen:
1. "The Requiem" - Eintöniges, sphärisches Intro ohne jegliche Spannung. Spätestens wenn der unsäglich stark verzerrte Frauengesang einsetzt, weiß man worauf man sich hier eingelassen hat. Wie toll war dagegen doch "Wake". 1/10
2."The Radiance" - Das 1.Lied? Nein. Eine Minute lang hört man irgendjemanden reden. Muss man nicht verstehen. 1/10
3."Burning in the Skies" - Ein harter Brecher zu Beginn? Wieder nein. Es beginnt -als wollte man Rockfans sofort abschrecken- mit einer Ballade. Die Melodie geht in Ordnung und die Gitarre ist (das meine ich ernst) schön. Trotzdem das ist einfach zu offensichtlich für das Radio gemacht und zu unspektakulär, als dass es irgendwelche Emotionen wecken könnte. Auf rockende Momente wartet man übrigens vergebens. Wenigstens nicht so Synthesizer-lastig wie der Rest. 4/10
4."Empty Spaces" - Es ist wirklich unglaublich wie Linkin Park dem Käufer vortäuschen er habe es mit ganzen 15 Songs zu tun. Letztendlich sind es nur 9 mit 6(!) Lückenfüllern (damit soll natürlich ausgedrückt werden, dass es sich um ein Konzeptalbum handelt), welche kürzer als 2 Minuten sind und entweder aus Samples oder Synthie-Einheitsbrei bestehen. "Empty Spaces" beinhaltet 15 Sekunden lang... ja... nichts. 1/10
5."When the come for me" - Mike darf das erste Mal rappen, was er sehr gut macht, und die Trommeln im Hintergrund stören keinesfalls. Da hätte durchaus was draus werden können, aber Chesters Gesang, der nun endgültig in der Belanglosigkeit angekommen ist, der unkreative "aaaaaahaaaaahaaaa"-Refrain sowie sämtliche Afrika Klischees am Ende des Songs zerstören fast Alles. 2/10
6. "Robot Boy" - Ich kann mir nicht helfen aber die Melodie kenne ich irgendwoher. Chester säuselt vor sich hin und die lahme Melodie und der noch lahmere Rythmus werden so unglaublich einfallslos und oft wiederholt, dass nur noch die Skiptaste hilft. Ausgesprochen uninteressant, nervtötend und austauschbar. 1/10
7. "Jornada del Muerto" - Eineinhalb Minuten lang seichter Synthie-Mist und und NOCH seicheterer Gesang. Braucht niemand. 1/10
8."Waiting for the End" - Ist das etwa eine Gitarre am Anfang? Ja! Tatsächlich! Doch die Freude währt nur kurz. Die furchtbar aufgesetzt fröhliche Melodie kommt mir wie bei "Robot Boy" irgendwie geklaut vor. Wenn Chester dann anfängt ins Mikro zu schmachten beschleicht mich der Verdacht, dass man ihn heimlich durch James Blunt ersetzt hat. Ein weiteres Lied für die Twilight Kundschaft und damit ätzend belanglos. 1/10
9."Blackout" - Die Gesangsaufnahme gabs ja schon zuvor auf Youtube zu hören. Chester schrie als ginge es um sein Leben. Klar, dass nun alle Hoffnungen auf diesem Song beruhten. Das Geschrei wurde hier zwar, mit einem Elektro-Beat unterlegt, was aber gar nicht mal so unpassend wirkt. Die etwas aufgesetzten Scratches und das an sich selbst einschlafende Ende hätte man sich sparen können. Womit ein weiterer guter Song verhindert wurde... 5/10
10."Wretches and Kings" - Beschwört ein wenig die "alten Tage" herauf. Ein reiner Hip-Hop Track mit endlich mal verzerrten Gitarren (auch wenn diese ein wenig Alibi Charakter haben) und einem etwas schrägen Refrain. Nicht perfekt aber endlich mal mit ein paar Ecken und Kanten. 6/10
11."Wisdom, Justice an Love" - Eine Rede von ein bisschen Pianogedudel unterlegt. 1/10
12."Iridescent" - Tja, und damit wären wir beim absoluten Tiefpunkt der tausend Sonnen angekommen. "Iridecent" kriecht den Radiosendern so sehr in den Allerwertesten, dass es nur wehtut. Soll heißen: Massenverträglich, ohrwurmige Melodie, kann jeder mitträllern, mit Chor gegen Ende und den radiotypischen Songstrukturen. 0/10
13."Fallout" - Einminütiger Trip durch die pseudo-ansrpruchsvolle Autotunehölle (richtig gelesen:Autotune) 1/10
14."The Catalyst" - Siehe meine Rezension zu der Single. 3/10
15. "The Messenger" - Eindeutig, ohne Frage, keine Disskusion: Das ist das beste Lied der CD. Sehr spartanisch gehalten (Akustikgitarre, Piano, Gesang), hat aber gerade deshalb endlich mal emotionale Tiefe und Chester singt wie ein Gott. Warum nicht gleich so? 9/10
Ich wünsche Linkin Park wirklich von ganzem Herzen, dass sie mit "A thousand Suns" den totalen Schiffbruch erleiden, aber ein Blick auf die Charts beweißt, dass es schon zu spät ist. Linkin Park haben sich nicht weiterentwickelt sondern austauschbar gemacht. Herzlichen glückwunsch!
Und eine Frage noch an Alle, die "A thousand Suns" mögen: Würdet ihr es auch kaufen wenn NICHT Linkin Park drauf stehen würde? Denkt mal drüber nach...