Produktinformation
Das Kabinett des Doktor Parnassus (2 DVDs)

Das Kabinett des Doktor Parnassus (2 DVDs)
Regisseur(e) Terry Gilliam

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Durchschnittliche Kundenbewertung:
(109 Kundenrezensionen )

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  • Verkaufsrang: #3806 in DVD
  • Marke: Unbekannt
  • Erscheinungsdatum: 2010-07-01
  • Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 2
  • Formate: Dolby, DTS, PAL
  • Untertitel in: Deutsch
  • Anzahl Disks: 2
  • Länge: 117 Minuten

Beschreibung

Movieman.de
Terry Gilliam ist ein Regisseur mit überbordender Phantasie, der wundervolle Welten erschafft, in die das Publikum eintauchen kann. Es ist darum ein Leichtes Dr. Parnassus als eine Inkarnation des Regisseurs zu verstehen. Nicht gar so leicht ist es, den Film nicht als das letzte Werk von Heath Ledger zu betrachten. Er hat "nur" eine Nebenrolle, da er starb, bevor die Dreharbeiten beendet waren. Für ihn springen Johnny Depp, Jude Law und Colin Farrell ein, die in seine Filmfigur schlüpfen. Im Mittelpunkt steht Christopher Plummer, der eine phantastische Darstellung abliefert. Wie die besten Filme von Terry Gilliam - und mindestens einer in jeder Dekade ist nicht weniger als grandios - ist DAS KABINETT DES DOKTOR PARNASSUS ein Film, der mehrmaliges Ansehen erfordert. Er ist vielleicht nicht so reich an Subtext wie Gilliams BRAZIL, aber er bietet eine angenehm komplexe Umsetzung einer eigentlich simplen Geschichte und bietet visuelle Wunder, die staunen lassen.Fazit: Eine Reise in die Welt der Phantasie

Moviemans Kommentar zur DVD: Die Bildqualität ist eine Offenbarung. Rauschen gibt es nicht. Die Farben sind kräftig und vital. Gerade bei einem Film wie diesem können sie glänzen, fährt Gilliam doch eine Optik auf, die atemberaubend ist. Dem trägt die phantasievolle Farbgestaltung Rechnung. Die Schärfe ist exzellent. Texturen sind bis ins feinste Detail erkennbar (Steine 00:07:09 oder Kettenhemd bei 00:37:28). Kanten sind wohlgeformt und Details springen ins Auge. Das Bild ist extrem plastisch. Man hat das Gefühl mitten ins Geschehen hineingezogen zu werden. Nur der Kontrast ist bisweilen ein klein wenig schwächer, aber das auf hohem Niveau (Mr. Nicks schwarze Jacke bei 00:38:49). Der Ton ist ausgezeichnet. Die Dialoge sind glasklar verständlich, direktional und gut in den Soundmix integriert. Der Klang ist bis in die höchsten Höhen, etwa bei Klirren von Glas, filigran gearbeitet. Der Subwoofer ist jedoch auch nicht außen vor gelassen. Er hat Gelegenheit, für sonores Brummen zu sorgen. Die Musik umschmeichelt das Ganze liebevoll. An Bonus gibt es einiges. Im Audiokommentar spricht Gilliam auch davon, welche Änderungen aufgrund von Heath Ledgers Tod notwendig waren. Neben einer entfallenen Szene, die technisch nicht fertig gestellt wurde, gibt es eine Reihe von kurzen Featurettes, die sich mit der Genese des Films, aber auch dem Produktionsdesign beschäftigen. Man kann Heath Ledger bei einer Anprobe sehen und ein kurzes Interview gibt es ebenfalls. Zu Herzen geht "Heath Ledger und seine Freunde", in dem seine Kollegen über den Star sprechen. Weitere Kleinigkeiten beschäftigen sich mit der Premiere in Cannes, wobei auch Stars und Macher zu Wort kommen. Es gibt außerdem einen Szenenvergleich vom Storyboard zur fertigen Sequenz und den Trailer. --movieman.de

VideoMarkt
Doctor Parnassus, mehrere tausend Jahre alt, bereist die Welt mit seinem Imaginarium. Parnassus trägt ein dunkles Geheimnis in sich: Seine Unsterblichkeit verdankt er einem Pakt mit dem Teufel, Mr. Nick. Später wandelt ein verliebter Parnassus den Handel um: Jetzt will er wieder jung sein, um seine Liebe gewinnen zu können. Dafür verspricht er, dass sein Erstgeborenes an seinem 16. Geburtstag in den Besitz von Mr. Nick übergeht. Als der anreist, um Parnassus' Tochter Valentina einzufordern, lässt er sich auf einen weiteren Pakt ein.

Video.de
Ausgehend von einem "Faust"-Motiv lässt Terry Gilliam in dieser fiebrigen Fantasy-Extravaganz seiner überbordenden Vorstellungskraft wieder freien Lauf. Das Ergebnis ist ein visuell berauschender Trip, der eine ebenso zutiefst romantische wie verzweifelte Weltsicht offenbart. Mitten während der Dreharbeiten verstarb Hauptdarsteller Heath Ledger. Der Film konnte nur mit Hilfe eines dramaturgischen Kniffs und des selbstlosen Einsatzes von Johnny Depp, Colin Farrell und Jude Law fertiggestellt werden.


Kundenrezensionen

Hilfreichste Kundenrezensionen

44 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
4Heath Ledger & Friends
Von Laura Winter
Ich finde "The Imaginarium of Doctor Parnassus" äußerst schwierig zu beurteilen. Es ist ein sehr exzentrischer Film in jeder Bedeutung dieses Begriffs (überspannt, extrem, bizarr, phantastisch), und ich kann jeden verstehen, der nicht viel damit anzufangen weiß. Über die überbordende Vorstellungskraft und Kreativität von Drehbuchschreiber und Regisseur Terry Gilliam braucht man wohl nicht zu streiten; visuell ist dieser Film auf alle Fälle ein Genuss, vor allem bei der Ausgestaltung der Phantasiewelten zieht das Animationsgenie der legendären Monty Pythons jedes Register (bis hin zu tanzenden Polizisten in Röcken). Was die Story betrifft, so weist der Film durchaus einige Schwächen auf. Die Geschichte um den uralten Dr. Parnassus, der mit seinem Imaginarium und einer kleinen Truppe (seine 15-jährige Tochter Valentina und die Assistenten Anton und Percy) durch die Gegend zieht und für seine magische Kunst so gut wie keine Zuschauer gewinnen kann, zeigt sich insgesamt reichlich verworren. Dr. Parnassus (Christopher Plummer) verdankt nicht nur seine Unsterblichkeit einer Wette mit dem Teufel, Mr. Nick (Tom Waits), sondern hatte, um die Liebe einer Frau zu gewinnen, mit diesem einen weiteren Pakt geschlossen, durch den er nun seine Tochter an Mr. Nick zu verlieren droht. In dieser Situation kommt der charmante, aber undurchsichtige Tony (Heath Ledger) ins Spiel, den Valentina (Lily Cole) und Anton (Andrew Garfield), gerade noch vorm Tod durch Erhängen retten können, und der sich (da er anscheinend sein Gedächtnis verloren hat) der kleinen Truppe anschließt. Zentrale Szenen des Films sind natürlich die verschiedenen Phantasiewelten, in die einige Personen durch den magischen Spiegel des Imaginariums gelangen. Hier kann sich Gilliam so richtig "austoben", und wahrscheinlich fährt man am besten, wenn man nicht allzuviel über Logik oder Bedeutung nachdenkt, sondern einfach nur die Bilderwelten genießt. Es dürfte allgemein bekannt sein, dass der Film kurz vor dem Aus stand, als Heath Ledger während einer Drehpause (bedingt durch die Verlegung des Drehortes von London nach Vancouver) auf tragische Weise verstarb. Es fällt schwer, den Film zu sehen, ohne an dieses traurige Ereignis zu denken; wahrscheinlich wird "The Imaginarium of Doctor Parnassus" ohnehin am ehesten als "der letzte Film, in dem Heath Ledger spielte" in die Filmgeschichte eingehen. Dies umso mehr, als er (aus meiner Sicht durchaus glaubwürdig) vor allem deshalb weitergedreht wurde, um Heath Ledger zu würdigen, und er stark durch diesen Gedanken geprägt ist. Durch die geniale Idee, die Rolle von Heath durch drei befreundete Schauspielerkollegen (Johnny Depp, Jude Law und Colin Farrell) weiterführen zu lassen, die alle drei einen engagierten Einsatz ihrer überragenden schauspielerischen Fähigkeiten zeigen, ist nicht nur die Qualität des Films um einiges aufgewertet worden. Man spürt die Betroffenheit von Johnny Depp, als er in seiner Szene über die Toten spricht, die "für alle Zeiten unsterblich sind" und "keine Angst" mehr zu haben brauchen. Diese eingebauten Bezüge haben mich sehr stark berührt, denn sie zeigen, dass es seinen Freunden nicht nur darum ging, irgendeinen Film zum Abschluss zu bringen. (Nur am Rand sei erwähnt, dass die drei ihre Gagen zu Gunsten von Ledgers kleiner Tochter gespendet haben.) Ich kann nicht sagen, dass "The Imaginarium of Doctor Parnassus" mir insgesamt als Film besonders gut gefallen hat. Dafür war er mir oft zu chaotisch und wuselig. Aber er hat mich (nicht zuletzt durch seine Hintergrundgeschichte) durchaus beschäftigt und beeindruckt. Deshalb wäre es für mich persönlich nicht angemessen, ihm eine Be- bzw. Abwertung zukommen zu lassen, die ihn mit irgendeiner hirnlosen Hollywood-Komödie gleichsetzen würde.

77 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
5"Ich liebe Menschen, die gern wetten."
Von Thomas Knackstedt
Mr.Nick(Tom Waits), besser auch unter dem Namen Teufel bekannt, spricht diesen Satz aus ganzem Herzen. Schließlich begründet sich sein Schattenreich genau auf dieser Tatsache. Das allerdings der 1000jährige Gedankenkünstler Dr. Parnassus(Christopher Plummer), der mit seinem mittelalterlichen Wandertheater durchs neuzeitliche London zieht, mit dem Teufel wettet, das war nicht zu vermuten. Liegt es am Alter, oder vielleicht doch an zuviel Alkohol? Wer weiß das schon? Parnassus hat mit einer Wette das Ewige Leben gewonnen. Jetzt allerdings droht ihm der Verlust von etwas viel wichtigerem: Seine Tochter Valentina(Lily Cole) soll in drei Tagen, an ihrem sechzehnten Geburtstag, an Mr. Nick übergeben werden. Aber noch hat Parnassus eine Chance, denn Mr. Nick bietet eine neue Wette an. Wer es schafft 5 Seelen für sich zu gewinnen, dem gehört Valentina. Parnassus nimmt an. Mit seinen Gefolgsleuten Valentina, dem Zwerg Percy(Verne Troyer) und dem Gehilfen Anton(Andrew Garfield) versucht er sein Glück. Dazu stösst plötzlich unerwartete Hilfe. Tony(Heath Leadger), den Parnassus Truppe aufgehängt unter einer Brücke findet. Für die Lebensrettung bedankt Tony sich mit neuen Ideen für Parnassus Kabinett. Und so kommt es dazu, dass die Ausflüge in Parnassus Gedankenwelt urplötzlich zu einem gefragten Event werden. So werden Seelen gewonnen, aber auch Träume zerstört, denn: Mit Tony stimmt etwas nicht. Percy und Anton ahnen es, aber Parnassus und Valentina sind blind für deren Bedenken. Wie sagt Percy so schön: "Die Wahrheit zu sagen ist nie eine gute Idee." Als alle Lügen ans Tageslicht kommen ist es dann auch schon fast zu spät. Parnassus und der Teufel stellen sich zum letzten Duell.

Terry Gilliam, Mitbegründer der legendären Monty Python, ist der Mann für kreativ-schräge Produktionen. Mit einem etwas anderen Blick auf die Details ist Gilliam dabei stets ein wenig neben der Spur. So auch in -Das Kabinett des Doktor Parnassus-. Die Geschichte schlägt von einfach durchschaubar bis genial konzipiert eine Menge Haken. Sie lebt vor allem vom atemberaubenden Widerspruch des neuzeitlichen Londons mit der Welt des Parnassus. Das hat Gilliam perfekt hinbekommen. Seine Kulissen erinnern an Gemälde von Dali oder Plattencover der Gruppe Yes. Dazwischen tummeln sich eine Handvoll Schauspieler, denen man den Spaß an der Arbeit anmerkt. Heath Ledger, der während der Produktion starb, gibt den undurchsichtigen, aber liebenswürdigen, Tony mit jeder Menge Herzblut. Seine Vertreter im Geiste(und vor der Kamera), Johnny Depp, Jude Law und Colin Farrell sind als dreifacher Ledger-Ersatz brillant. Lily Cole, Verne Troyer und Andrew Garfield füllen ihre Rollen mit zauberhaftem Leben. Tom Waits zeigt, dass er nicht nur ein begnadeter Musiker, sondern auch ein fantastischer Schauspieler ist. Über allem aber schwebt, jedenfalls für mich, Christopher Plummers Darstellung des Doktor Parnassus. Wer das kanadische Filmurgestein Plummer aus -Syriana, Inside Man, Malcom X oder Der rosarote Panther kehrt zurück- kennt, der wird begeistert sein von der unglaublichen Darstellungskraft des mittlerweile 80jährigen Mimen.

-Das Kabinett des Doktor Parnassus- ist alles andere als gewöhnliches Kino. Gilliams Projekt erinnert hier und da ein wenig an Filme wie -The Fall-, bleibt jedoch einzigartig und eigenständig. Nicht jedermann wird sich mit den surrealen Kulissen und wandelbaren Charakteren der Purzelbaum schlagenden Story zurechtfinden. Das ist einerseits gewöhnungsbedürftig, aber auch wahnsinnig interessant und spannend. Mich hat Gilliams Märchen begeistert und ich kann ihnen, ohne die Garantie dafür, dass es ihnen genau so geht, den Film empfehlen. Als Kino-Abenteuer-Experiment, als Märchenstunde, oder als Gedenken an Heath Ledger. Wie sagt Parnassus: "Mit Beharrlichkeit und wilder Hingabe kannst du den Gipfel erreichen!" Im Märchen funktionert das. In Gilliams Film ebenfalls.

17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
5Starke Blu-Ray mit viel Bonusmaterial!
Von MrKapital
Der Film:

Der neue Film von Terry Gilliam wird von zwei Fragen begleitet: Konnte Gilliam den Tod von Hauptdarsteller Heath Ledger, der während der Dreharbeiten unerwartet starb, filmisch glaubhaft verarbeiten?
Und kann Gilliam nach dem unsäglichen Brothers Grimm und dem schwer zugänglichen Tideland an frühere Fantasyerfolge wie Time Bandits oder Brazil anknüpfen?

Ja und Nein.

Vor vielen Jahren schloss der unsterbliche Dr. Parnassus (Christopher Plummer) eine Wette mit dem Teufel (Tom Waits) ab. Der Preis: die Seele seiner Tochter Valentina (Lily Cole), die zu Beginn des Films kurz vor ihrem 16. Geburtstag steht.
Bevor die Frist abläuft, nimmt die Truppe einen geheimnisvollen Mann (Ledger) auf, der vorgibt, sich nicht einmal an seinen Namen zu erinnern. Daraufhin lässt sich der spielfreudige Beelzebub, genannt Mr. Nick, auf eine neue Wette ein, die Valentina vor ihrem höllischen Schicksal bewahren könnte.

Das titelgebende Kabinett ist ein klappriger Schauwagen mit einer ebenso klapprigen Bühne, auf der ein Spiegel steht. Wer durch diesen hindurch schreitet, landet in einer Welt, die seinem eigenen Unterbewusstsein entspringt und in der er sich zwischen gut und böse entscheiden muss. Günstig für Gilliam, der somit seiner überbordenden Fantasie freien Lauf lassen kann. Geradezu angeberisch tischt er farbenfrohe, schaurige, schöne, einfallsreiche Welten auf, die auch glaubhaft machen, wenn Ledgers Figur auf einmal aussieht wie Johnny Depp, Jude Law oder Colin Farrell.Schauspielerisch gibt es ebenfalls nur Positives zu berichten. Vor allem Plummer und Waits bilden ein schönes Gespann und geben dem Film einen stabilen zentralen Konflikt. Auch Andrew Garfield, Arthouse-Freunden vielleicht als "Boy A" im Gedächtnis, macht in der Rolle des in Valentina verknallten Hilfsknechts Anton einmal mehr auf sich aufmerksam, zumindest soweit es seine etwas platt konstruierte Figur erlaubt.

Womit wir beim großen Problem des Films wären. Die Fantasiewelten mögen einfallsreich sein und der Zwist zwischen Parnassus und Mr. Nick unterhaltsam, doch der Rest der Geschichte ist durchweg uninteressant. Das romantische Geplänkel des hilflosen Anton lädt zum Gähnen ein, der dubiose Hintergrund von Ledgers Figur entpuppt sich als schrecklich generisch, und nicht zuletzt gibt der Teufel seinem vermeintlichen Widersacher derart viele zweite Chancen, dass echte Spannung partout nicht aufkommen mag. Zudem ist die Mythologie, die hinter dem Spiegel steht, bestenfalls durchwachsen. Die moralischen Entscheidungen, denen sich die Leute in den Spiegelwelten stellen müssen, sind uneindeutig und teilweise schlichtweg unsinnig.

Das Kabinett des Dr. Parnassus ist weit entfernt vom Desaster eines Brothers Grimm und bietet vielerlei Bezauberndes, sowohl im Visuellen als auch in der Lösung der Probleme der Produktion.
Insgesamt bleibt er leider weniger als die Summe seiner Teile. Doch auch wenn Gilliam mit seiner leicht autobiografisch anmutenden Geschichte kein großes Werk erschafft, ist ihm ein im Wortsinne sehenswerter Film gelungen, der sich fraglos vom gängigen Einheitsbrei abhebt.


Zur Disc:

Das Bild:
Das Bild überzeugt mit kaum wahrnehmbarer Körnung, perfekter Sauberkeit und ausgezeichneter Schärfe. Auch die Farbdarstellung ist tadellos. Abzüge gibt es für den Kontrast: Schwarz wirkt eher wie Dunkelgrau, die Detaildarstellung in dunkleren Passagen gerät dadurch nicht optimal und auch die Plastizität leidet ein wenig darunter.

Der Ton:
Beide DTS-HD-Master-Audio-5.1-Tonspuren bieten ausgewogenen Mehrkanalsound mit schöner Raumtiefe und regelmäßig beanspruchten Surroundkanälen. Direktionale Effekte werden ebenso exakt wiedergegeben wie die Dialoge aus dem Centerkanal. Für Bass-Fetischisten wird hingegen wenig geboten.

Die Extras:
- Intro von Terry Gilliam (02:49 Min., OmU):
Der Regisseur gibt einen kurzen Überblick über das Projekt, spricht den tragischen Tod seines Hauptdarstellers Heath Ledger an und beschließt seine Einleitung zum Film ebenso humorvoll wie charmant.

- Audiokommentar von Terry Gilliam (OmU): Entspannt, humorvoll, tiefgründig - so muss sich ein tiefer Einblick in die Welt des Filmschaffens anhören. Wunderbar.

- Entfernte Szene (04:13 Min., OmU):
Eine längere Version der anfänglichen Szene, in der ein kleiner Junge in die wundersame Welt hinter dem Spiegel von Dr. Parnassus tritt. Mit optionalem Audiokommentar von Terry Gilliam.

- Kostümprobe mit Heath Ledger (01:56 Min., OmU):
Der Titel sagt alles und doch wieder nichts: Wenn man als Filmfreund Heath Ledger mit vollem Elan in allerlei Maskeraden "herumblödeln" sieht, kommt doch etwas Wehmut auf. Auch diesen Bonus-Teil kann (und sollte) man sich mit Gilliams Kommentar ansehen.

- Der Blick hinter den Spiegel (03:18 Min., OmU):
Interviews mit dem Regisseur, den wichtigsten Darstellern und Produzenten des Films, unterlegt mit kurzen Ausschnitten aus dem Film.
Symphatische Werbefeaturette.

- Die Entstehung des Klosters (06:57 Min., OmU):
Die Entstehung dieser aufwändigen Szene vom Storyboard über die gezeichneten Designs bis hin zum Modellbau und der CGI-Umsetzung.
Informativ und mit genau der richtigen Länge.

- Szenenaufbau vom Storyboard zur finalen Sequenz (02:60 Min.):
Eine ausgesuchte Szene wir durch einen viergeteilten Bildschirm in allen Entwicklungsstufen abgespielt.

- Heath Ledger und Freunde (05:31 Min., OmU):
Eine Mischung aus Interviews, Filmausschnitten sowie Auszügen aus den Dreharbeiten. Inhaltlich geht es darum, wie man es schaffen konnte, den Film trotz des Todes von Heath Ledger fertigzustellen.
Sehenswertes Segment, das aber durchaus ausführlicher hätte sein dürfen.

- Interview mit Heath Ledger (03:00 Min., OmU):
Ein älteres Radiointerview Ledgers, von Bildern aus dem Film unterlegt.
Unnötiges Stückwerk.

- Das Kabinett des Terry Gilliam (06:15 Min., OmU):
Auch hier bekommt man den üblichen Mix aus Interviews, Filmausschnitten und Szenen von den Dreharbeiten serviert. Neben Gilliams inhaltichen und visuellen Konzept sowie der Umsetzung von letzterem berichten die Schauspieler auch über die Zusammenarbeit mit dem visionären Regisseur.
Informativ, aber etwas werbelastig.

- Cast und Crew (08:05 Min., OmU):
Terry Gilliam stellt auf einer Filmpremiere einige seiner Mitstreiter vor.
Muss man nicht gesehen haben.

- Dr. Parnassus weltweit (05:44 Min., OmU):
Unkommentierte Szenen von diversen Filmfestivals.

Neben dem Kinotrailer werden auch noch die Gilliam-Filme Tideland, Brothers Grimm und 12 Monkeys beworben.

Fazit:
Bild- wie tontechnisch stark, sieht man von erwähntem Kontrast-Manko ab. Die inhaltliche Tiefe, die dem Großteil der kurzen Bonussegmente abgeht, macht der fabelhafte Audiokommentar von Terry Gilliam wett. Ein ausführliches Making-Of aus einem Guss wäre dennoch das Tüpfelchen auf dem i gewesen. Alleine die zahlreichen Augenöffner von Gilliams Fantasiewelt führen zu einer klaren Kaufempfehlung.

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