Der fremde Sohn
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Durchschnittliche Kundenbewertung:(103 Kundenrezensionen )
Produktinformation
- Verkaufsrang: #3815 in DVD
- Marke: Unbekannt
- Erscheinungsdatum: 2009-08-27
- Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren
- Bildseitenformat: 16:9 - 2.40:1
- Formate: Dolby, PAL, Widescreen
- Untertitel in: Deutsch, Englisch, Türkisch
- Länge: 136 Minuten
Beschreibung
Movieman.de
Clint Eastwood ("Mystic River, "Flags of Our Fathers", "Million Dollar Baby", "Gran Torino") liefert auf seine alten Tage zwar keine Schauspielleistungen mehr ab, dennoch überzeugt der knapp 80jährige mit konstant hochwertigen Produktionen. Auch "Der fremde Sohn" stellt da keine Ausnahme dar. Das Justizdrama ist hochkarätig besetzt und phantastisch photographiert. Es überzeugen aber nicht nur die stets wunderbar ausbalancierten Bilder und das eindringliche Spiel von Angelina Jolie und John Malkovich, auch das Drehbuch hält trotz der einmal wieder enormen Länge des Filmes bei der Stange. Die Gerichtsszenen gegen Ende hätten zwar einen Tick kürzer ausfallen können und auch die Psychatrie-Episode wirkt ein wenig abgeklatscht, dennoch schafft es das Drama glaubhaft eine mitreißende Geschichte zu erzählen und eindrucksvoll zu demonstrieren, über welche Abgründe Mutterliebe hinaus reicht. Fazit: Ansprechend!
Moviemans Kommentar zur DVD: Die Blu-ray sieht der Zeit, in der sie spielt, angepasst aus, was bedeuten soll, dass sich das Bild in sanfte, pastellige Töne getaucht sieht. Hierbei sind wunderbar samtige Nuancen vorhanden, die eine enorm breite Palette von natürlichen Nuancen abdecken. Hinzu kommt die blu-ray-typische hohe Auflösung, die selbst in Totalen gestochen scharfes Material bietet und nur äußerst selten ein kaum wahrnehmbares Rauschen auf einer hellen Wand erscheinen lässt. In Kamerabewegungen kommt es kaum einmal zu einem leichten Bildruckeln und die Kontraste zeigen sich breit gefächert und sehr stabil. Die Kompression funktioniert so gut wie einwandfrei. Akustisch gibt es ebenso nichts auszusetzen. In den Straßen klingelt und rattert es von allen Seiten und darunter liegen runde Pianoklänge oder die gut ins Geschehen eingemischten Stimmen. Die Extras beinhalten zwei Featurettes: "Kriminelle Partner: Clint Eastwood und Angelina Jolie" und "Das bindende Glied: Angelina Jolie wird Christine Collins". Die Featurettes kombinieren Kommentare zum Film und den Recherchen vor der Produktion mit Ausschnitten von den Dreharbeiten. Natürlich geht es auch um den Regisseur Clint Eastwood und seine Hauptdarstellerin. Aber auch das Drehbuch und die Geschichte dahinter stehen im Vordergrund. Hinzu kommen interessante Anekdoten und Methoden, beispielsweise, warum Eastwood den "Action"-Ruf vor einem Dreh nicht mag. Die Funktionen "U-Control" und BD-Live gehören ebenso zu dieser Blu-ray. --movieman.de
VideoMarkt
Im Los Angeles des Jahres 1928 verabschiedet sich Christine Collins von ihrem neunjährigen Sohn Walter, um zur Arbeit zu gehen. Am Abend ist der Junge spurlos verschwunden. Christines verzweifelte Suche ist gefundenes Fressen für die Presse. Monate später wird ein Junge, der behauptet Walter zu sein, zu ihr gebracht. Sie erlaubt ihm zunächst zu bleiben, weiß aber, dass er nicht ihr Sohn ist. Und sucht unbeirrt weiter, immer größerer Widerstände zum Trotz, denn die Polizei braucht vieles, nur keine schlechte Publicity.
Video.de
Clint Eastwoods 28. Regiearbeit - die erste nach seinem aufwändigen Iwo-Jima-Projekt - führt den Oscar-Gewinner in die Zwanzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts. Basierend auf einem wahren Fall, der das Rechtssystem Kaliforniens in seinen Grundfesten erschütterte, erzählt er mit der ihm gewohnten Entspanntheit von der verzweifelten Suche einer Mutter nach ihrem verschwundenen Sohn und den Widerständen, die sie zu bewältigen hat. Für Angelina Jolie ist es eine willkommene Gelegenheit, ihr Talent unter Beweis zu stellen.
Kundenrezensionen
Hilfreichste Kundenrezensionen
75 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Packendes und fein inszeniertes Meisterwerk!
Von Amigo Del Sol
An einem Samstagmorgen in Los Angeles im Jahre 1928: Christine Collins (Angelina Jolie) verabschiedet sich von ihrem Sohn Walter und geht zur Arbeit. Als sie Abends zurückkehrt, ist ihr Sohn spurlos verschwunden. Nach fünf langen Monaten der Ungewissheit taucht Walter plötzlich wieder auf. Doch während die Polizei den Erfolg feiert, merkt Christine sofort, dass der Junge nicht ihr Sohn Walter ist. Auf der Suche nach ihrem Sohn und der Wahrheit stößt sie dabei auf zahlreiche Widerstände und auf alles andere als eine kooperative Polizei, die sich ihren offensichtlichen Irrtum nicht eingestehen will. Einzig Reverend Briegleb (John Malkovich) stellt sich auf ihre Seite...
"Der Fremde Sohn" ist mal wieder ein unheimlich gutes Regiestück von Clint Eastwood geworden. Seine Story spielt in einer Zeit, als Los Angeles nicht wirklich als Stadt der Engel galt. Soziale Missstände, ein korrupter Polizeiapparat, die Wirtschaftskrise und eine florierende Kriminalität, sind eine schwierige Grundlage für eine alleinerziehende Mutter in der Stadt zu jener Zeit. Clint Eastwood nimmt dies als Grundlage für einen fein inszenierten Film.
Ein klitzekleinwenig nörgeln könnte man bei der Besetzung der Hauptdarstellerin. Irgendwie wirkt Angelina Jolie die ganze Zeit auf mich ein wenig wie ein Fremdkörper. Sie spielt zwar zweifelsohne die beste Rolle ihres Lebens, aber sie scheint nicht ganz verinnerlicht zu haben, dass auch sie ihre Omnipräsenz auf der Leinwand zum Wohle der Handlung etwas mehr hätte reduzieren dürfen. Sie wirkt etwas überschminkt und zu divenhaft. Was damit nicht ganz meiner Idealvorstellung einer verzweifelten Mutter entspricht.
John Malkovich verkörpert den Part des Hoffnungsträgers im Vergleich dazu hervorragend und fügt sich perfekt in die Handlung ein. Aber dies sei im Endeffekt nur eine Nuance von Kritik in einem rundum gelungenen Film, denn selbst Jolie schafft es unter Eastwood in zuvor nie geahnte schauspielerische Sphären vorzustoßen. Auch wenn sie ihr Diven-Image nicht restlos abschütteln kann.
Filmtechnisch ist Eastwood dabei äußerst stilistisch vorgegangen: die farbliche Optik ist gekonnt reduziert, zudem arbeitet Eastwood mit vielen Nahaufnahmen. Dazu kommt eine sachliche, betont ruhige Kameraführung. Die vor allem die wenigen, aber richtig fesselnden Filmmomente umso intensiver wirken lässt. So dass die ganze Zeit unablässig eine kalt-lodernde Dramaturgie über dem Film liegt.
Insgesamt ist "Der Fremde Sohn" ein packendes Drama, dass sowohl handwerklich, wie im Großen und Ganzen auch schauspielerisch überzeugt. Die Story ist bewegend und bleibt bis zur letzten Minute unheimlich spannend. Alleine dafür verdient sich der Film schon 5 Sterne.
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Schaudermär
Von Al Mo
Clint Eastwood als Regisseur, ein ansprechender Klappentext und meine Erwartungen an einen gelungenen Filmabend waren gut.
Was sich mir dann aber während des Filmes bot, fesselte, erschauderte und faszinierte mich unverhofft mehr.
Was sich mir anfangs als dramatisches Frauenschicksal eröffnete, wandelte sich im Verlauf der nun folgenden 140 Minuten als handfester Thriller mit authentischem Hintergrund. So nah, dass sich mir dabei die Nackenhaare sträubten.
"Der fremde Sohn" ist eine Gesellschaftsparabel. In einer Zeit sozialer Missstände, korrupter Behörden, boomender Kriminalität und dem Kampf um Gerechtigkeit und dem Rechtsempfinden im Allgemeinen.
Trotz beklemmender Intensität bedient sich der Film aber keinerlei expliziter Gewaltdarstellungen.
Der Schrecken in diesem Werk verbreitet sich vor allem durch den stetigen Wechsel von Perspektiven, die die jeweiligen Handlungsstränge voran- und zueinandertreiben.
Als winzigen Makel habe ich persönlich die Besetzung der Angelina Jolie empfunden, die mir - im Gesamtbild des Films - dann doch eine Spur zu "präsent" gewesen ist. Zu Beginn hatte ich etwas Mühe, die Jolie in dieser Rolle für mich anzunehmen.
Dieser Film trägt sich meiner Meinung nach allein schon durch das gute Script und die gewohnt bedächtige Erzählstruktur seines Regisseurs, die damit ein spektakuläres Finale konsequenterweise verweigert.
Fazit: Gut inszeniertes, durchaus (selbst)kritisches Stück US-Geschichte mit gutem Plot.
79 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Der Kampf für die Wahrheit...
Von Tim Fischer
Nach ergreifenden Dramen wie "Mystic River" und "Million Dollar Baby" liefert Regisseur Clint Eastwood nun ein weiteres Meisterwerk ab: Im Film "Der fremde Sohn" lässt er Angelina Jolie als verzweifelte Mutter zu absoluter Höchstform auflaufen.
Los Angeles im Jahr 1928: Christine Collins (Angelina Jolie) ist eine alleinerziehende Mutter, die mit ihrem Job bei einer Telefongesellschaft den Unterhalt für sich und ihren Sohn Walter (Gattlin Griffith) verdient. Sie liebt ihren Jungen über alles und ist stets darauf bedacht, ihm eine weltoffene, verantwortungsbewusste und positive Lebenseinstellung mit auf den Weg zu geben. Doch ihrem Glück wird schon bald ein jähes Ende gesetzt: Als Walter eines Tages spurlos verschwindet, beginnt für Christine ein Albtraum. Es folgen Monate, die geprägt sind von Verzweiflung, Ratlosigkeit und Hoffnung - bis ihr die Polizei schließlich die Nachricht überbringt, dass man ihren Sohn gefunden hat. Begleitet von zahlreichen Beamten und Journalisten, erwartet eine überglückliche Christine am Bahnhof das Eintreffen ihres Kindes. Doch als der Junge aus dem Zug steigt, erlebt sie eine böse Überraschung: Es ist nicht Walter.
Als Christine erklärt, dass dies nicht ihr Sohn ist, versucht Captain J.J. Jones (Jeffrey Donovan), sie mit den absurdesten Argumenten vom Gegenteil zu überzeugen. Die Polizei von Los Angeles leidet nach etlichen Korruptionsaffären und negativen Schlagzeilen unter einem starken Imageverlust. Der Fall des verschwundenen Jungen - oder vielmehr dessen Auflösung - soll das Ansehen der Gesetzeshüter wiederherstellen. Also wird Christine so lange bearbeitet, bis sie sich schließlich für ein Pressefoto mit dem fremden Sohn aufstellt.
Zu Christines Entsetzen behauptet der Junge ebenfalls, ihr Sohn Walter zu sein. Zwar beteuert sie immer wieder, dass ihr das falsche Kind zurückgegeben wurde, aber niemand scheint ihr zu glauben. Erst als Reverend Gustav Briegleb (John Malkovich) an sie herantritt, findet Christine einen Verbündeten. Der Geistliche kennt die zwielichtigen Machenschaften der Polizei nur zu gut und bestärkt die junge Frau in ihrem Willen, die Suche nach der Wahrheit und ihrem richtigen Sohn nicht aufzugeben. Da Christine dem Polizeiapparat jedoch langsam lästig wird, weist man sie unter einem Vorwand in die Psychiatrie ein...
Was sich nach der Erfindung eines Drehbuchautors mit einer Vorliebe für ergreifendes Drama anhört, basiert tatsächlich auf einer wahren Begebenheit. Regisseur Clint Eastwood und Hauptdarstellerin Angelina Jolie haben die bewegende Geschichte von Christine Collins mit einer Intensität und visuellen Kraft umgesetzt, die dem Film auch über seine Laufzeit von rund zweieinhalb Stunden hinweg eine unglaubliche Wirkung verleihen. Nach Werken wie "Mystic River" (2003), "Million Dollar Baby" (2004) und "Letters from Iwo Jima" (2006) beweist Eastwood mit "Der fremde Sohn" erneut, dass er nicht nur ein begnadeter Geschichtenerzähler ist, sondern auch zu den talentiertesten Filmemachern unserer Zeit zählt. Er versteht es wie kaum ein Zweiter, seinen Figuren in jedem Moment ihres Auftretens eine starke Glaubwürdigkeit zu verleihen und die Handlung so zu inszenieren, dass sie einen von der ersten Minute an packt und schließlich immer tiefer in ihren Bann zieht. Wenn beispielsweise die erschreckene Wahrheit über Walters Verschwinden Schritt für Schritt ans Licht kommt, oder Christine in der Psychiatrie an der Ausweglosigkeit ihrer Situation fast zerbricht, dann sind das Augenblicke, die tief bewegen.
Schauspielerisch bietet Angelina Jolie die bisher beste Leistung ihrer Karriere und übertrifft sogar noch ihre oscarprämierte Darstellung einer Psychopathin in "Durchgeknallt" (1999). Neben Actionrollen wie in "Mr. & Mrs. Smith" (2005) oder "Wanted" (2008) hat sie sich in jüngster Zeit durch die Filme "Der gute Hirte" (2006) oder "Ein mutiger Weg" (2007) auch als ernst zu nehmende Charakterdarstellerin etabliert und knüpft mit der Rolle von Christine Collins mehr als würdig daran an. Ihre innere Zerrissenheit zwischen Verzweiflung und Hoffnung, ihr Bestreben, trotz aller Hindernisse den Kampf für die Wahrheit nicht aufzugeben, und ihre ständig wechselnden Gefühlszustände von Charakterstärke bis Resignation stellt Angelina Jolie derart überzeugend dar, dass sie dafür mit ihrer zweiten Oscar-Nominierung belohnt wurde.
Von der Ausstattung über die Musik bis hin zur Atmosphäre stimmt hier wirklich alles. Clint Eastwood hat mit "Der fremde Sohn" ein weiteres Meisterwerk geschaffen, das mit einer großartig inszenierten Geschichte und einer überragenden Hauptdarstellerin Erzählkino vom Feinsten bietet.
Fazit: Angelina Jolie brilliert in einem ergreifenden Drama über den Mut, für das Zurückbekommen eines geliebten Menschen bis zum Äußersten zu gehen.