Die Fremde
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Produktbeschreibung
Deutschland Edition, PAL/Region 2 DVD: TON: Deutsch ( Dolby Digital 5.1 ), Deutsch ( Untertitel ), Englisch ( Untertitel ), WIDESCREEN (2.35:1), BONUSMATERIAL: Featurette, FormMannschaft Interview(s), Foto-Galerie, Gelöschte Szenen, Szene Zugang, Trailer(s), Wechselwirkendes Menü, SYNOPSIS: "Hör auf zu träumen!", sagt die Mutter zu ihrer 25-jährigen Tochter Umay, als diese mit ihrem kleinen Sohn Cem vor der Berliner Wohnungstür ihrer Eltern steht. Umay ist aus einem unglücklichen Eheleben in Istanbul ausgebrochen und will zurück in Berlin ein selbstbestimmtes Leben führen. Sie weiß, dass sie ihren Eltern und Geschwistern damit viel zumutet, hofft aber, dass die liebevolle Verbundenheit stärker ist als alle gesellschaftlichen Zwänge. Doch schon bald erkennt sie, dass ihre Familie die traditionellen Konventionen nicht einfach über Bord werfen kann und an der Herausforderung zu zerbrechen droht. Als die Familie beschließt, Cem zu seinem Vater in die Türkei zurückzuschicken, um den Ruf der Familie wieder herzustellen, flieht Umay erneut und bricht alle Brücken hinter sich ab. Umay verliebt sich in Stipe und baut für Cem und sich ein neues Leben auf. Als sie versucht, sich wieder mit ihrer Familie zu versöhnen, erkennt sie nicht, dass es bereits zu spät dafür ist. SCREENING/VERGEBEN IN: Berlin Internationales Film-Festival, ...When We Leave ( Die Fremde )
Produktinformation
- Verkaufsrang: #18656 in DVD
- Marke: Unbekannt
- Erscheinungsdatum: 2010-08-27
- Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren
- Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
- Anzahl Disks: 1
- Formate: Dolby, PAL, Widescreen
- Untertitel in: Englisch
- Anzahl Disks: 1
- Länge: 114 Minuten
Beschreibung
VideoMarkt
Die 25-jährige Türkin Umay steht mit ihrem Sohn Cem in Berlin vor der Haustür ihrer Eltern. Sie hat das Leben mit ihrem Ehemann in Istanbul nicht mehr ausgehalten. Zurückhaltend wird sie aufgenommen. Schon bald trifft die Familie die Entscheidung, Cem wieder zum Vater zu schicken. Nur so kann die Ehre wieder hergestellt werden. Umay reagiert panisch: Niemand soll ihr ihr Kind wegnehmen. So flieht sie wieder. Sie verliebt sich erneut und sucht nach einiger Zeit die erneute Annäherung an die Familie.
Video.de
Wieder eine starke Rolle für die "Gegen die Wand"-Entdeckung Sibel Kekilli: In dem Film von Feo Aladag spielt sie eine junge türkische Mutter, die im starren Familienverbund mit seinen Traditionen und Regeln zerrieben wird. Die Umsetzung ist konventionell, aber zielführend, weil die Regisseurin eng bei den Figuren bleibt. Einfache Typenzeichnung wird vermieden in diesem Porträt einer Gesellschaft, die sich nicht von der Vergangenheit lösen kann und noch nicht in der Gegenwart angekommen ist.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Realistisches Drama über eine junge Türkin, die aus ihrer Wahnsinnsehe in Istanbul ausbricht und Zuflucht bei den Eltern in Berlin sucht.
Kundenrezensionen
Hilfreichste Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ein Hauch Fatih Akin weht im Film
Von Heinz Ketchup
Umay (Sibel Kekilli) ist verheiratet und lebt in der Türkei und hat einen Sohn namens Cem (Nizam Schiller). Sie erträgt die Launen bzw. Gewalt ihres Mannes Kemal (Ufuk Bayraktar) einfach nicht mehr. Deshalb flüchtet sie in einer Nacht und Nebel Aktion nach Berlin in der Hoffnung Zuflucht bei ihrer Familie zu finden. Doch die konservative Denkweise des Vaters Kade (Settar Tanriögen) und insbesondere des ältern Bruders Mehmet (Tamer Yigit) verhindern ein harmonisches Miteinander. Umay flüchtet mit ihrem Sohn aus der elterlichen Wohnung, will aber den Kontakt halten, denn Blut ist dicker als Wasser. Doch kann dieser Spagat gelingen?
Sicher ist das Verhalten im Film nicht repräsentativ für Türken und andere islamisch geprägten Menschen. Ich kenne genug Menschen aus diesem Kulturkreis, die diesem Bild nicht entsprechen. Man muss diesen Film als eine Geschichte unter vielen verstehen, die durchaus vorkommen kann, denn es gibt halt in der Realität auch konservativ denkende Islamisten, die im Streitfall dem Vater des Kindes mehr Rechte zustehen würden. Gleichzeitig wäre das Verhalten der Tochter eine Schande für die Familie. Oder wer will Zeitungsberichte wie die von Hatun Sürücü oder die Kindesentführung der kleinen Senah in den Libanon verleugnen? Natürlich findet man auch jede Menge Gegenbeispiele (auch im Film. Man denke nur an Umays jüngerer Bruder Acar (Serhad Can) oder ihre beste Freundin Atife (Alwara Höfels)). Ich denke ein gelungenes Regiedebüt von Feo Aladag zu einem ganz bestimmten Thema. Nicht mehr und nicht weniger.
28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Authentisch wirkendes Drama
Von Wirtshausberater
Sechs Jahre nach ihrer spektakulären Leistung in Fatih Akins "Gegen die Wand" sieht man Sibel Kekelli zum ersten Mal wieder in der Hauptrolle einer größeren Filmproduktion. Sie spielt Umay, eine Frau, die offenbar von Berlin aus in eine trostlose Istanbuler Vorstadt verheiratet wurde. Die Geschichte kennt man eigentlich zu Genüge, obwohl sie in "Die Fremde" anfangs nicht sehr drastisch dargestellt wird: Der Zwangsehemann schlägt Frau und Kind, die Frau flüchtet mit ihrem kleinen Jungen zur Familie nach Deutschland. Doch eine Frau fern von ihrem Ehemann bringt selbst in Berlin-Kreuzberg Schande über ihre türkische Familie, weshalb der Vater und Patriarch beschließt, dass der kleine Junge zum Vater zurückmüsse. Umay flieht unter Polizeischutz mit ihrem Steppke in ein Frauenhaus, doch die Brüder, insbesondere der ältere - der zusammen mit dem Vater aus dem anfangs sanften, jüngeren, Umay nahestehenden, eine tragische Figur macht - spüren ihn auf. Umay beginnt, sich ein eigenes Leben aufzubauen, doch sie hängt an ihrer Familie, kämpft gegen die Verdammung, was bis zum Ende für zunehmend dramatische Szenen sorgt.
Das Debut von Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin Feo Aladag weist handwerklich (Kameraführung, Dramaturgie, Tempo) einige Schwächen auf, dennoch und vielleicht sogar deshalb wirkt "Die Fremde" von Anfang an authentisch. Auf jeden Fall gelingt es Aladag, die himmelschreiende Ungerechtigkeit, die der Heldin widerfährt, nachdrücklich ins Bild zu setzen. Sibel Kekelli spielt vielschichtig, sensibel, wütend, obwohl die Rolle nicht ganz die Wucht wie die in "Gegen die Wand" hat. Dennoch bringt die Figur Umay durch ihre Hartnäckigkeit tiefe Brüche in den Familienmitgliedern zutage, was dem Thema einen neuen Aspekt verleiht. Das Ende ist bitter und erwischt den Zuseher hundsgemein und sehr konsequent auf dem falschen Fuß. Da würde man fast einen hanebüchenen Logikfehler nicht bemerken.
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Zwischen den Stühlen
Von Dr. M.
Eindrucksvoll beweist Feo Aladag mit ihrem Regiedebüt, dass nicht nur Fatih Akin hervorragende Filme über deutschtürkische Schicksale und Befindlichkeiten zu machen versteht. "Die Fremde" beeindruckt durch eine exzellente Dramaturgie und stimmige Charaktere. Zwingend und folgerichtig erscheint der Leidensweg der von Sibel Kekilli verkörperten Umay, die sich, ihren kleinen Sohn an der Hand, von ihrem brutalen Ehemann zu befreien versucht, indem sie die Türkei in Richtung Deutschland verlässt, wo sie aufgewachsen ist. Rasch wird klar: Die junge Frau wird ihre bundesdeutschen Freiheitsrechte gegen die Traditionen und Konventionen ihrer in Berlin lebenden türkischen Familie nicht durchsetzen können. Die Eltern finden, dass Umay und ihr Sohn zu ihrem Mann gehören. Sie muss sich in Berlin eine neue Bleibe suchen. Ihre Geschwister nehmen zwar unterschiedliche Positionen ein, doch unverbrüchlich zu ihr hält in Umays leidenschaftlichem Kampf für ein selbstbestimmtes Leben niemand. Von ihrem ältesten Bruder wird sie regelrecht verfolgt. Als ein deutscher Arbeitskollege sich in sie verliebt, sieht die junge Deutschtürkin einen Silberstreifen am Horizont, ehe alles in Aladags von den Säulen der klassischen Tragödie getragenem Szenario doch in die unvermeidlichen Katastrophe mündet.
Besonders hervorzuheben ist neben Sibel Kekilli, die sich in ihrem Haus-und-Hof-Genre, dem Migrantendrama, längst mit schlafwandlerischer Sicherheit bewegt und 2010 mit der Lola für die beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde, die Darstellung des Vaters, der den existentiellen Konflikt zwischen Familienehre und Tochterliebe, den ihm seine kulturellen Fesseln aufzwingen, in eine ausdrucksstarke Körpersprache zu überführen weiß. Keinen wird die Szene unberührt lassen, in der er an der Wohnungstür das Versöhnungsangebot seiner Tochter zurückweist.
Das Finale, auf das die Regisseurin ihre Zuseher mit einem raffinierten Kunstgriff in der ersten Szene vorbereitet und auch wieder nicht vorbereitet hat, zeugt ebenso wie die gesamte Handlungsführung von großer erzählerischer Reife, die die Handschrift des britischen Regiemeisters Mike Leigh (Vera Drake) erahnen lässt, der einer von Aladags Lehrherren war. Einzig die Schlusseinstellung erscheint mir ein bisschen zu sehr auf Symbol und große Geste getrimmt. Ein Krankenwagen wäre in der Lage doch wesentlich plausibler gewesen.
Für Freunde von Chiko, Auf der anderen Seite und Badland.