Für eine Handvoll Dollar
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Produktbeschreibung
Beginn der Ära von Spaghetti-Western und Clint Eastwood: Ein einsamer Unbekannter spielt zwei rivalisierende Gangstersippen in New Mexico gegeneinander aus. Darsteller: Clint Eastwood, Marianne Koch Regie: Sergio Leone Musik: Ennio Morricone Format: Dolby, HiFi Sound, Special Edition, PAL Sprachen: Deutsch Dolby Digital 1.0 , Englisch Dolby Digital 1.0, Dolby Digital 2.0, Mono Bildformat: 16:9, 2.35:1
Produktinformation
- Verkaufsrang: #1417 in DVD
- Marke: Unbekannt
- Erscheinungsdatum: 2008-11-06
- Bewertung: Freigegeben ab 16 Jahren
- Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
- Formate: Dolby, HiFi Sound, PAL
- Untertitel in: Deutsch, Englisch
- Anzahl Disks: 1
- Länge: 97 Minuten
Beschreibung
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Sergio Leones Klassiker Für eine Handvoll Dollar war der Startschuss für den Italowestern und für eine der größten Filmkarrieren überhaupt: die Rede ist von Clint Eastwood.
Es gibt in der gesamten Filmgeschichte nur wenige Filme, die ihr Genre grundlegend veränderten. Für eine Handvoll Dollar verwandelte den Western für immer. Großartige Meilensteine des Genres wie Sam Peckinpas The Wild Bunch oder sogar später Eastwoods Unforgiven wären ohne diesen Film schlichtweg undenkbar. Und für Leone selbst war Für eine Handvoll Dollar bekanntermaßen der Auftakt der Dollartrilogie, in der er immer konsequenter an den Möglichkeiten seiner stylistischen Vision, einer Symbiose aus Western und Oper, wenn man so will, schraubte.
Die Handlung orientiert sich stark an Akira Kurosawas Meisterwerk Yojimbo, dennoch ist es wohl eher irreführend von einem Remake zu sprechen. Die Bedeutung des Films ist vor allen Dingen auf der formalästhetischen Ebene zu finden. Die Handlung selbst ist vergleichsweise unspektakulär, die Art und Weise wie Leone die Geschichte erzählt, umso spannender. Zu Beginn des Films taucht ein gewisser Joe (Clint Eastwood) im mexikanischen Kaff San Miguel auf. Wenig später liegen vier Typen tot im Staub. Sie hatten sich über seinen Esel lustig gemacht. Joe hat keine Vergangenheit und würde er nicht unfassbar schnell und behende mit seinem Schießeisen umgehen, er hätte sicher auch keine Zukunft. In dem gottverlassenen Nest kämpfen zwei vergleichbar geldgierige Familien um die Vormachtstellung: die Baxters und die Rojos. Joe entscheidet sich die Klans gegeneinander auszuspielen. Er hat es aufs Geld abgesehen.
Selbst aus dieser kurzen Inhaltsangabe lässt sich Leones Wille zur Dekonstruktion ablesen. Man kann sich heute den Schock nicht mehr vorstellen, den der Film damals ausgelöst haben muss. Ein Held, der wie alle anderen Figuren vollkommen amoralisch handelt, ein Sarkasmus, der respektlos mit abgehangenen Klischees aufräumt. Dazu kam der ennervierend opulente Score von Ennio Morricone, die pathetischen Streichersätze, die immer kurz davor schienen ins Atonale abzugleiten. Überhaupt eine ungewöhnlich sorgsame Behandlung der Tonspur, die erzählend in die Geschichte eingreift. Man hat später oft vom „Realismus“ des Italo- oder Spaghettiwesterns gesprochen. Die Besetzung der Nebenrollen bis hinein ins Heer der Statisten mit schmierigen Personal, die Close-ups von bohnenfressenden Widerlingen oder die durchgehend dreckverschmierte Kleidung der Protagonisten: bei aller filmhistorischen Bedeutung ist und war immer auch und gerade ein B-Movie, der sich seine Freiheiten mit niedrigem Budget und verschärften Produktionsbedingungen erkaufen musste. --Thomas Reuthebuch
VideoMarkt
Ein namenloser Fremder kommt in ein Dorf in New Mexico, das von zwei rivalisierenden Gangster-Banden terrorisiert wird. Der clevere Revolverheld erkennt die Situation und lässt sich von beiden Familien anheuern, um sie zu seinen Gunsten gegeneinander auszuspielen und sich von beiden rechtschaffen bezahlen zu lassen. Als beide Seiten am Boden liegen, wird das Gold in den Taschen des Fremden unübersehbar schwerer und schwerer.
Video.de
Bahnbrechener Spaghetti-Western von Sergio Leone, der die Karriere von Clint Eastwood einleitete. Da Leone 1964 noch nicht darauf vertraute, dass das Publikum in dieser rein amerikanischen Domäne einen italienischen Film für glaubwürdig halten könnte, nannte er sich selbst Bob Robertson. Die Sorge war unbegründet: "Für eine Handvoll Dollar" wurde ein Welterfolg, brachte ein Sequel hervor und etablierte den Italowestern als eigenständiges Subgenre - zu einer Zeit, zur der dem US-Western merklich die Luft ausgegangen war. Der Film ist ein verkapptes Remake des japanischen Samurai-Films "Yojimbo, der Leibwächter" von Akira Kurosawa.
Kundenrezensionen
Hilfreichste Kundenrezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Lang erwartet
Von Roy Felgner
Es ist erfreulich, daß es diesen Film endlich einmal in restaurierter Fassung gibt. In Deutschland mußte man sich ja immer mit verstümmelten Versionen begnügen.
Und die hier neu eingefügten Szenen machen den Film noch um einiges gewalttätiger und lassen auch nachvollziehen, was für ein Schock der Film für die damaligen Kinogänger gewesen sein muß.
Die DVD selbst ist nicht der ganz große Wurf, den man sich erhofft hatte, ist jedoch im Ganzen eine solide Leistung. Bild und Ton sind zwar nicht optimal, aber dies ist wohl eher darauf zurückzuführen, daß einfach kein besseres Material mehr zur Verfügung stand.
Auch die Synchronisation ist in Ordnung. Bei Leone-Filmen ist man ja einiges an Pfusch gewöhnt, hier aber ist kaum etwas zu bemäkeln. Seltsam ist zwar, daß der Totengräber einen österreichischen Akzent hat, jedoch war der Schauspieler selbst Österreicher und hat hier wahrscheinlich sich selbst synchronisiert.
Der Audiokommentar wird vom Leone-Biographen Frayling gesprochen und dessen Kommentare hatten mir bereits bei den anderen Leone-DVDs gut gefallen. Hier weiß er auch eine ganze Menge an Anekdoten über die Dreharbeiten und Hintergrundinformationen über die Schauspieler, inklusive der Nebendarsteller zu berichten, ebenso über die Nachgeschichte des Films. Wirklich gut.
Das Bonusmaterial ist nicht vollends überzeugend:
Beispielsweise sind die Erinnerungen Clint Eastwoods über den Film viel zu kurz. Er wird doch wohl mehr zu erzählen gehabt haben als diese läppischen fünf Minuten!
Auch die Erinnerungen dreier an dem Film Beteiligter sind gleichfalls zu kurz.
Schließlich hat dieser Film nicht nur das Western-Genre, sondern eigentlich das gesamte moderne Actionkino geprägt und da hätte man auch weit mehr an Hintergrundinformationen erwarten können!
Klasse ist allerdings die Ausgrabung jenes seltsamen Prologs, den ein amerikanischer Fernsehsender produziert und bei der TV-Ausstrahlung diesem Film vorangestellt hatte. Der Sender fand den Film damals zu unmoralisch und wollte ihn für das Publikum ethisch vertretbar machen. Sehr kurios!
Der Regisseur dieser Merkwürdigkeit kommt dann auch zu Wort, nimmt diese Sache allerdings auch nicht allzu ernst.
Insgesamt also eine respektable Veröffentlichung, die allerdings gut und gerne auch hätte besser sein können.
46 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wie kann man sich nur über die Synchronisation aufregen?
Von Violetta Leon
Es gibt zwei Kinoversionen
Zu diesen beiden Western „Für eine handvoll Dollar“ und „Für ein par Dollar mehr“ gibt es zwei Kinoversionen mit zwei verschiedenen Synchronisationen.
Zuerst merkte ich es auch nicht, bezieht sich auf die zweite Synchronisation, die auch auf der VHS Fassung genommen wurde, da Clint Eastwood von ein und derselben Stimme (Klaus Kindler gestorben 2001) gesprochen wurde. Dann fielen mir mehrer Sätze auf, an die ich mich überhaupt nicht erinnern konnte. Irgendwie war auch der Biß hin. Die beiden Filme wirkten irgendwie vollkommen anders. Dann las ich in einer Kinofachzeitschrift, daß sich Rainer Brandt der neuen Synchronisationen angenommen hatte. Nichts gegen Rainer Brandt, er ist mit Sicherheit eine Ikone auf seinem Gebiet und hat so manch lahmer TV Serie mit seiner unwiederbringlichen Art auf die Sprünge geholfen, aber bei diesen beiden Meisterwerken hat er meines Erachtens vollkommen daneben gelegen.
Der ganze Charme der ersten sehr guten Synchronisation war dahin und man hörte dieselben Sprüche wie bei „Al Mundi“ oder „Jason King“. Damit wurde die Ernsthaftigkeit der beiden Filme in Frage gestellt. Sie verloren total. Später kamen sie in derselben Form auf Video heraus. Das die Filme bei der Zweitaufführung auch noch erheblich gekürzt wurden brauch ich sicher nicht extra zu betonen.
Die DVD hat nun aber wieder die alte werkgetreue Synchronisation bei beiden Dollar Filmen. Was mich allerdings bei der Veröffentlichung auf DVD verwunderte, ist die Tatsache daß man am Schluß von „Für ein paar Dollar mehr“ die Stimme von Lee van Cleef, gesprochen von Heinz Engelmann (verstorben in den 90ern) ersetzt hat, obwohl in der Kinofassung, bis auf den ganz kurzen Schlußdialog, der jetzt zugefügt wurde alles gesprochen hat.
Mich wundert zwar, daß hier einige Fans die zweite Fassung lieber hören würden, aber technisch wäre es ja kein Problem gewesen, die zweite Synchronisation auch noch draufzupacken.
Daß es auch anders geht zeigt uns immer wieder die Firma „ANOLIS“ die bemühen sich dem Zuschauer die ursprüngliche Synchronisation zukommen zu lassen und machen manchmal sogar noch die TV Synchro als Bonus dazu. So kann der Kunde selbst entscheiden, was er hören will.
Ich denke in dem Zusammenhang an die deutsche Erstveröffentlichung mit neuer Synchronisation von „Frankensteins Höllenmonster“ wo man extra um den Zeitgeist des Films einzufangen Friedrich Schönfelder engagierte um Peter Cushing zu sprechen. Das nenne ich Dienst am Kunden.
Die beiden „Dollar Filme“ hätten mindestens 10 Sterne verdient. Ich bin mit der Fassung, so wie sie ist sehr zufrieden und vermisse die andere Synchronfassung in keiner Weise.
30 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Oh Paramount, warum nur...
Von Ein Kunde
Warum hat man nicht die vertraute und ins Herz geschlossene deutsche Tonspur zusätzlich mit auf die DVD gepackt?
Vielen lieben Dank für die aufwendige Rekonstruktion des Bildes. Aber warum wird dem Ton nicht die gleiche Aufmerksamkeit geschenkt?
Da werden kleinste Fusselchen vom Original-Negativ mühevoll entfernt, aber eine zusätzliche Tonspur einfach ignoriert?
Stimmen, mit denen man auf VHS und im TV über 20 Jahre lang gelebt hat? Stimmen, mit denen man die Charaktere identifiziert hat, die sich eingeprägt haben, die man lieb gewonnen hat?
Warum muss man einen Kultfilm mit einer alten Kino-Syncro versehen, die kaum jemand kennt? Wieso 2 englische Tonspuren und nur 1 deutsche? Was bringt der Aufwand für zig Bonusmaterial, wenn einem der Film dazu nicht mehr gefällt?
Warum tut man den alten Fans (und die sind bei weitem in der Mehrzahl und haben den Kultstatus geprägt) nicht den Gefallen und legt die liebgewonnene alte Syncro bei? Die muss ja nicht restauriert und glattgebügelt werden. Es würde ja reichen, wenn sie wenigstens vorhanden wäre. Und falls Teile in der Syncro fehlen, könnte man sie ergänzen. Das ärgert niemand.
Aber so macht der Film einfach keinen Spaß mehr.