Invictus - Unbezwungen
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Durchschnittliche Kundenbewertung:(65 Kundenrezensionen )
Produktinformation
- Verkaufsrang: #1281 in DVD
- Marke: FREEMAN MORGAN / DAMON MATT
- Erscheinungsdatum: 2010-06-18
- Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren
- Bildseitenformat: 16:9 - 2.40:1
- Formate: PAL, Widescreen
- Untertitel in: Dänisch, Finnisch, Schwedisch, Norwegisch, Portugiesisch, Spanisch
- Länge: 128 Minuten
Beschreibung
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Südafrika 1995: Der gerade zum Präsidenten gewählte Nelson Mandela sieht den Kampf gegen die Nachwehen der Apartheid als sein höchstes Ziel an. Gerade den Sport begreift er als große Chance, das noch immer geteilte Volk zusammenzubringen. So unterstützt er mit allen Mitteln die in Südafrika stattfindende Rugby-WM und die südafrikanische Mannschaft, mit ihrem weißen Kapitän Francois Pienaar. Sein Auftrag: Das Team soll die Weltmeisterschaft gewinnen.
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Clint Eastwood widmet sich nach "Gran Torino" erneut dem Thema Rassimus, hier aber aus einer völlig anderen Warte: Bei "Invictus", der auf dem Buch "Playing the Enemy: Nelson Mandela and the Game That Changed a Nation" von John Carlin basiert, konzentriert er sich auf einen entscheidenden historischen und biographischen Ausschnitt aus Nelson Mandelas Regierungsperiode. In den Hauptrollen glänzen Morgan Freeman als Mandela und Matt Damon als Pienaar. Großes, bewegendes Polit- und Sportkino mit Clint-Bonus!
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Drama über Nelson Mandelas Engagement bei der Zusammenbringung der geteilten südafrikanischen Gesellschaft durch die Rugby-WM 1995.
Kundenrezensionen
Hilfreichste Kundenrezensionen
89 von 97 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wenn Menschen Ängste überwinden
Von Dr. Gerd Doeben-Henisch
Wenn man sich heutzutage in ein Kino verirrt muss man viele Bilder über sich ergehen lassen, die nicht das sind, was sie vorgeben zu sein: Menschen, ihre Gefühle, ihre Worte und Handlungen werden sehr häufig besinnungslos instrumentalisiert, um Gewinne zu machen. Nichts gegen Gewinne als solche. Aber wenn damit Worte ihrer eigenen Bedeutung entfremdet werden, Symbole missbraucht, und Menschen ihrer Würde entkleidet werden, dann ist der Preis sehr hoch, eventuell zu hoch.
In solch einem Kontext erscheint der Film 'Invictus' wie eine Botschaft aus einer anderen Welt. Und dies umso
eindringlicher, als es unsere eigene, reale Welt ist, die in diesem Film enthüllt, zu welch wunderbaren Dingen
reale Menschen in einer realen Welt fähig sind, wenn sie ihre normalen Vorurteile, egoistischen Machtgelüste und Ängste überwinden.
Als Südafrika sich aus den Fesseln der Apartheid herausgekämpft hatte und mit Nelson Mandela im Mai 1994 den ersten schwarzen Staatspräsident ins Amt einführen konnte, erschien die Kluft zwischen Weiss und Schwarz schier unüberbrückbar. Die Weissen, die jahrhunderlang nicht nur Grosses in diesem Land geleistet hatten, sondern vielfach auch gegenüber der schwarzen Bevölkerung menschenverachtend gehandelt und gelebt hatten, waren plötzlich eine Minderheit und politisch dem Wohlwollen der schwarzen Bevölkerung ausgeliefert. Mit Nelson Mandela besaß Südafrika jedoch einen Staatspräsidenten, dessen Menschlichkeit und Persönlichkeit in 27 Jahren Gefängnis nicht zerstört worden war, sondern zu einer Tiefe, zu einer Reife gefunden hatte, wie sie nur selten zu finden ist.
Es ist die mitreissende Atmosphäre des Films, dass er den Zuschauer vom ersten Moment an in diese spannungsgeladene Situation mit hineinnimmt und für die Dauer des gesamten Films nicht mehr losläßt. In einer
Aneinanderfügung von alltäglichen, scheinbar belanglosen Szenen, die jede für sich ein kleines Stück des grossen Dramas enthüllen, beginnt man als Zuschauer das Pochen des grossen südafrikanischen Herzens zu spüren. Der heisse Atem von aufgestautem Hass und Wut trifft auf verängstigten, dennoch giftigen Hochmut, Hoffnungen blitzen auf, und die Kamera geht ihren geradlinigen Weg.
Etwa ein Jahr vor der Rugby-Weltmeisterschaft erkennt Mandela, dass das südafrikanische Rugby-Team, die
Springbocks, die von der weissen Minderheit hochemotional positiv, und von der schwarzen Mehrheit hochemotional
negativ besetzt ist, eine Chance sein könnte, die Nation mehr zu vereinen. Und obwohl die Führung des ANC seine
aufgestaute Wut gegen die Weissen noch in einen einstimmigen Beschluss zur Abschaffung dieses verhassten Symbols ummünzt, beginnt Mandela gegen allseitigen Widerstand seine Mission 'Rugby-Weltmeister Südafrika' mit eben diesen Springbocks.
Clint Eastwood hat mit seiner Schnörkellosigkeit und Geradlinigkeit wieder einmal einen Film von einer
Eindringlichkeit und Wucht geschaffen, die seinesgleichen sucht. Nicht zuletzt auch deswegen, weil der Roman, auf dem der Film beruht, ein Wunder beschreibt, wie es nur das reale Leben selbst schreiben kann.
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
GUTE BLU-RAY-UMSETZUNG DIESES DOKUMENTS DER MENSCHHEITSGESCHICHTE
Von Polarisierer
STORY (5/5):
Über den Inhalt braucht man denke ich kein Wort mehr verlieren - dieses überragende Stück Geschichte dürfte jedem Menschen dieser Erde bekannt sein.
Die Umsetzung gerät zunächst grandios, die Dialoge mit verschiedenen Personen und die Reden Mandelas sind an Realismus kaum zu übertreffen und immens eindringlich (Englische Original-Tonspur unbedingt vorausgesetzt).
Die einzige negative Anhaftung ist dem ausschließlichen Fokus auf die Rugby-Matches im letzten Drittel des Streifens zuzuschreiben. Dadurch gerät der Film in dieser Phase zusehends zum Sportler-Drama à la Disney. Es ist fraglich, ob dies von den Machern so gewollt war.
Abgesehen davon ist der Film extrem sehenswert und ob seiner Eindringlichkeit und der schauspielerischen Leistung Morgan Freemans unbedingt zu empfehlen.
BILD (4/5):
- weitestgehend scharfes Bild, dass in der Qualität allerdings stilbedingt schwankt (Spiel-Szenen und dokumentarische Sequenzen)
- gute Farbintensität
- Filmkorn taucht immer wieder auf, stört den Filmgenuss jedoch nur minimal
- Bildqualität insgesamt solide BD-Kost, kann aber keine Wurzeln ausreißen
TON (3/5):
- deutlicher Klang, dem es allerdings an Power fehlt
- gute Abmischung der Dialoge
- Bässe werden selbst bei Tackles während den Spielen und ähnlichem nicht ausgereizt
- insgesamt solider Ton, der einem Drama gerecht wird
EXTRAS (4/5):
Das Zusatzmaterial fällt großzügig aus und kann mit Warner's BD-Live und viel zusätzlichem Filmmaterial aufwarten. Neben einem Rugby-Training Matt Damons sind vor allem der filmschaffende Rückblick Clint Eastwoods und das Treffen von Nelson Mandela und Morgan Freeman, das zudem auch die nötigen Blicke hinter die Kulissen gewährt, hervorzuheben.
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
absolut stark
Von Beckstasy
Sehr tiefgehende nachdenkliche Story mit viel Hintergrund. Morgen Freeman als Topbesetzung für Nelson Mandela genauso wie Jason Bourne alias Matt als Springbook Kapitän Pienaar. Die Geschichte braucht keine unnötige Action sondern soll einfach nur zeigen, wie es war, als Rassismus zum Alltag gehörte und als dann vergeben, statt gerächt wurde. Ist bestimmt kein Film für jedermann aber für alle, die mal über den Action- und Thriller Horizont hinaus sehen wollen und sich auch ein wenig für Geschichte eines anderen Landes interessieren.