Transsiberian [Blu-ray]
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Durchschnittliche Kundenbewertung:(26 Kundenrezensionen )
Produktinformation
- Verkaufsrang: #10829 in DVD
- Erscheinungsdatum: 2009-10-09
- Bewertung: Freigegeben ab 16 Jahren
- Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
- Untertitel in: Deutsch
- Länge: 110 Minuten
Beschreibung
Movieman.de
Regisseur Brad Anderson ("The Machinist", "Sounds Like") reiste in den 80er Jahren selbst durch Sibirien, Russland und Asien und studierte zudem Russisch. 1988 fuhr er zum ersten Mal mit der Transsibirischen Eisenbahn, was zur Grundlage für seinen Film wurde. Das interessante an seinem, sich an Hitchcock-Motiven entlang hangelnden Thriller ist der sich konstant bewegende Schauplatz. Die beklemmenden örtlichen Bedingungen in der Eisenbahn sind eine entscheidende Voraussetzung für die knisternde Spannung der Produktion. Im herben Kontrast zu den Waggons stehen die weiten, verschneiten Landschaften, in denen sich die innere Isolation der Figuren auch äußerlich widerspiegelt. Zur packenden Story kommt die große Bandbreite an anspruchsvollen Schauspielern hinzu. Emily Mortimer, Ben Kingsley oder auch Woody Harrelson und Eduardo Noriega wird zwar nicht alles abverlangt, dennoch überzeugt ihre Darstellung des von perfiden Emotionen durchzogenen Spiels. Auch wenn sich die Handlung ein wenig unentschieden zu vermitteln scheint, hält sie doch bei der Stange und trumpft schließlich auch noch mit gehöriger Action auf.FazitUngewöhnlich, kühl, spannend.
Moviemans Kommentar zur DVD: An die Optik der DVD muss man sich erst ein wenig gewöhnen, denn die Produktion verwendet nicht die üblichen satten und strahlenden Farben. Vielmehr stehen kühle und trübe Nuancen im Vordergrund, die die Düsternis unterstützen. Der Kontrastumfang und die Auflösung leiden darunter aber keinesfalls. Vielmehr gibt sich das Bild angenehm eigenwillig. Rauschen stellt kein schwerwiegendes Problem dar. Soundtechnisch wurde ein natürlicher Eindruck erzeugt, der trotz der Enge in den Zugabteilen eine angenehme Weiträumigkeit transportiert. Musik und Effekte mischen sich harmonisch ein. Das Sprachmaterial klingt nicht ganz so direkt wie denkbar und bietet wesentlich mehr Griffigkeit im englischen Original. Den Auftakt der Extras machen Interviews mit Cast und Crew. In diesen sind die Darsteller Ben Kingsley (3:37 Min.) und Thomas Kretschmann (7:41 Min.) sowie Regisseur Brad Anderson (7:37 Min.) zu hören. Es folgt ein Making Of (33:52 Min.), das sich ausführlich mit der Produktion auseinander setzt und erklärt, wie der Regisseur auf die Idee zum Film kam und wie die Zusammenarbeit mit den Darstellern verlief. Ansonsten bieten die Extras noch den deutschen Trailer zum Film (1:26 Min.) und ein Wendecover. --movieman.de
VideoMarkt
Nach getaner Missionsarbeit in China macht sich das amerikanische Ehepaar Roy und Jessie auf eine Reise mit der transsibirischen Eisenbahn, die ihnen helfen soll, Abstand zu gewinnen und die angeknackste Ehe zu retten. Die beiden bekommen in ihrem Abteil Gesellschaft von einem Paar von Weltenbummlern, die nicht nur auf privater Ebene Bewegung in die Sache bringen. Alsbald müssen sich Roy und Jessie mit Drogendealern und korrupten Polizisten rumschlagen, und haben schließlich auch Blut an ihren Händen.
Video.de
Regisseur Brad Anderson, der mit "The Machinist" zuletzt ein gefeiertes Independent-Kleinod schuf, beweist mit "Transsiberian" erneut sein Geschick für Stil und Inszenierung. Er schickt Woody Harrelson und Emily Mortimer auf eine mörderische Reise, die sich freimütig bei Motiven von Alfred Hitchcock bedient und stark auf ihre ungewöhnlich reizvolle Kulisse setzt. Am Schluss gibt es auch noch hinlänglich Action, an der auch Ben Kingley und Thomas Kretschmann beteiligt sind.
Kundenrezensionen
Hilfreichste Kundenrezensionen
37 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Eine unvergessliche Reise
Von junior-soprano
Transsiberian von Regisseur Brad Anderson handelt von einer Zugfahrt von Wladiwostok nach Moskau. Eine lange Strecke. Während der Fahrt durch Sibirien lernt das amerikanische Paar Jessy (Emily Mortimer) und Roy (Woody Harrelson) die junge Amerikanerin Abby (Kate Mara) und ihren spanischen Freund Carlos (Eduardo Noriega) kennen.
Nachdem der Film mit einem Mordfall und verschwundenen Drogen im äussersten Osten Russlands begonnen hat, den Drogenfahnder Grinko (Ben Kingsley) untersucht, verläuft der erste Teil der Reise friedlich und ausgelassen, trotz der andauernden Eheprobleme von Jessy und Roy.
Wie bei so vielen westlichen Filmen über den ehemaligen Ostblock gibt es auch in Transsiberian die bekannten Klischees über Russland zu sehen: Russen trinken ständig Wodka, sind grob und die russische Mafia ist allgegenwärtig. Die Handlung des Films ist nicht allzu komplex, bietet zwar auch Anlass über Moral und christliche Werte nachzudenken, allerdings weit weniger als Andersons The Machinist. Transsiberian ist ein gut gemachter, weil durchgängig spannender und unvorhersehbarer Thriller. Russland ist hier nicht das reale Land, sondern ein Symbol. Die immer beklemmendere Atmosphäre des Films gipfelt beinahe in einem Hostel-Moment. Allerdings ist Transsiberian nicht so plump brutal und bestialisch.
Spannender, empfehlenswerter Thriller mit starken Landschaftsaufnahmen und engagierten Schauspielern!
3,5 Sterne
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
schon wieder ein spannender Thriller im Schneegestöber...
Von beatnoir
Bei Brad Anderson's THE MACHINIST bin ich eingeschlafen, aber TRANSSIBERIAN hat mich von der ersten bis zur letzten Minute gefesselt. Abgesehen von der interessanten Thematik (Filme im Zug hab ich immer gemocht, und die TransSib fand bisher ohnehin viel zuwenig Beachtung) hebt sich dieser Thriller auch in der Machart angenehm von dem ab, was man heutzutage unter "Thriller" zu verstehen scheint. Soll heissen: der Film nimmt sich Zeit, seine Charaktere einzuführen und entwickelt seine Spannung in erster Linie durch das Beziehungsgeflecht seiner Figuren. Und dass verschneite Einöden einen guten Backdrop für spannende Thriller abgeben, wurde ja schon öfters bewiesen (FARGO, A SIMPLE PLAN, etc.)
Ein junges Ehepaar, Roy & Jessie, beschliesst die Reise von Peking nach Moskau auf dem Landweg zu bestreiten, da Roy ein glühender Eisenbahnfan ist und Jessie gerne fotographiert. Im Zugabteil begegnen sie einem anderen jungen Paar, Carlos & Abby, mit denen sie sich anfreunden. Carlos zeigt jedoch unverhohlen Interesse an Jessie und bringt sie dadurch in Verlegenheit; als Roy nach einem Aufenthalt in Irkutsk plötzlich auch noch abgängig ist, wird die Situation für sie zusehends unangenehm.
Mehr zur Handlung sei an dieser Stelle nicht verraten, aber selbst wenn am Ende etwas dick aufgetragen wird - die Handlung ist spannend und kann mit einigen unerwarteten Plot Twists aufwarten. Auch das Casting ist sehr gelungen: Woody Harrelson verkörpert einen sympathischen Amerikaner, Emily Mortimer als seine Partnerin darf endlich zeigen dass sie mehr spielen kann als die sexuell frustrierte Ehefrau in Match-Point... allerdings ist sie das auch hier, und das verleiht der Geschichte zusätzlich Würze. Carlos & Abby werden von Eduardo Noriega bzw. Kate Mara verkörpert, zwei nicht allzu bekannten Gesichtern, was zu ihrer Undurchschaubarkeit beiträgt. Im weiteren Verlauf der Geschichte kommt dann auch noch Altmeister Ben Kingsley hinzu, der als russischer Drogenfahnder Ilja Gringko die Geschichte ins Rollen bringt.
Von DVD-only-Releases bin ich zuletzt eigentlich immer enttäuscht worden, aber dieser Film war eine rühmliche Ausnahme. Ich frage mich, wieso er es hierzulande nicht in die Kinos geschafft hat. Es gibt haufenweise dämliche Blockbuster, und auf der anderen Seite auch genügend Arthouse-Filme, aber gute Filme die in die Schnittmenge fallen so wie dieser, scheinen leider immer öfter auf der Strecke zu bleiben.
Apropos Strecke: Brad Anderson ist vor etwa 15 Jahren mit der TransSiberian durch Russland gereist, und die Story und die Charaktere basieren zum teil lose auf seinen Erlebnissen. Dies wird in einem interessanten, 30-minütigen Making-of auf der DVD beleuchtet, ein paar Interviews mit Crew & Cast sind ebenfalls enthalten. Achja, den Film sollte man unbedingt auf Englisch ansehen, die Dialoge der Schauspieler (Harrelson im breiten American English, Noriega mit spanischem Akzent, Kingsley mit russischem) sind im Original deutlich pointierter!
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Wenn Du alle meine Dämonen tötest...
Von Thomas Knackstedt
...sterben vielleicht auch meine Engel." Jessie(Emily Mortimer) sagt das im Spaß zu ihrem Mann Roy(Woody Harrelson). Sie ahnt nicht, wie nah sie bald selbst dem Tod sein wird.
Jessie und Roy waren zusammen in Peking. Dort haben sie ein Projekt von Roys Kirche unterstützt. Auf der Rückfahrt sind sie mit dem Transsiberian Express unterwegs. Eine tagelange Zugreise von Peking nach Moskau. Für den Eisenbahnfreak Roy ein Genuss, für Jessie eher eine Pflicht. Auf der Fahrt lernen die beiden Amerikaner den Spanier Carlos(Eduardo Noriega) und seine Freundin Abby(Kate Mara) kennen. Der gutmütige Roy freundet sich mit ihnen an, Jessie ist eher etwas abwartend. Als während eines Zughaltes Roy die Abfahrt verpasst, ist Jessie mit dem Pärchen allein. Sie warten in Irkutsk auf Roy und versuchen den Tag zu nutzen. Als Carlos mit Jessie einen Ausflug macht, beginnt ein Albtraum für die junge Amerikanerin.
Zeitgleich macht sich der russische Inspektor Grinko(Sir Ben Kingsley) auf die Suche nach einem Mörder. In Wladiwostok wurde ein Mann getötet. Es geht um Drogen. Grinko weiß, dass der Transsiberian Express als Route für Drogenkuriere genutzt wird. Er macht sich auf die Suche und wird im Zug sehr schnell fündig. Seine weiteren Ermittlungen laufen dann jedoch auf sehr "russische Art" ab.
Brad Anderson hat mit -Transsiberian- einen Thriller mit Background geschaffen. Actionfans werden, zumindest von der ersten Stunde, radikal enttäuscht sein. Mit sehr viel Anlauf und einigen Längen nimmt die Story nur behäbig Fahrt auf. Erst als Grinko im Zug ist und in die Geschichte einsteigt, läuft eine rasanter, gut konstruierter Plot ab.
Interessant ist die Kameraarbeit. Die Blickwinkel und Einstellungen sind sehr an die Sicht eines Fotografen(Jessie fotografiert im Film reichlich) angelehnt.
Die Besetzung lässt keine Wünsche offen. Harrelson, Noriega, Mortimer und Mara spielen die Pärchenrollen perfekt. Ben Kingsley ist und bleibt ein Meister seines Fachs.
Anderson hat mit -Transsiberian- einen Film wie einen D-Zug gedreht. Er startet langsam und schwerfällig und kommt dann ins Rollen, bis es kein Halten mehr gibt. Das Ende des Films ist genial gemacht(wenn auch mit einem großen Logik-Fragezeichen). Nebenbei gibt es noch ein wenig Einblick in die "Russische Seele". Wie sagt ein Zugreisender so schön zum Thema Gulag: "Wenn du etwas über Amerika lernen willst, dann lies ein Buch. Wenn du etwas über Russland wissen willst, dann hol dir eine Schaufel."