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Vergebung

Vergebung
Regisseur(e) Daniel Alfredson

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(78 Kundenrezensionen )

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  • Verkaufsrang: #312 in DVD
  • Marke: NYQVIST MICHAEL/RAPACE NOOMI
  • Erscheinungsdatum: 2010-10-04
  • Bewertung: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1
  • Formate: Dolby, PAL
  • Untertitel in: Deutsch
  • Länge: 140 Minuten

Beschreibung

Movieman.de
Wir erinnern uns: "Verdammnis" schickte den Zuschauer mit einem fiesen Cliffhanger aus dem Kino. Lisbeth lag dem Tode nahe in ihrem Blut. Nur wenige Minuten später beginnt "Vergebung", das Finale von Stieg Larssons Millennium-Trilogie, mit Lisbeths Transport ins Krankenhaus. Im Gegensatz zum actionreichen zweiten Teil ist "Vergebung" ein hochspannender Politthriller, der die düsteren Machenschaften um den übergelaufenen Spion Alexander Zalachenko aufdeckt, Lisbeths Vater, die dadurch als 12-Jährige als unliebsame Zeugin in die Psychiatrie verfrachtet und somit aus dem Weg geschafft wurde. Das Aufdröseln aller Fakten, das Zusammensetzen des Puzzles, das Auflösen der Verschwörung erfordert Geduld und Aufmerksamkeit, denn wer, was, wo, wann und warum getan hat und jetzt versucht, seine Haut zu retten, ist ein kompliziertes Geflecht. Regisseur Daniel Alfredson, der bereits Teil 2 inszeniert hatte, zieht die Bremse an und nimmt das Tempo gekonnt heraus. Die Romanhandlung wurde gekürzt und ordentlich gestrafft, Unnötiges und ganze Handlungsstränge fallen weg oder wurden anders gelöst, damit die Laufzeit von fast zweieinhalb Stunden nicht noch länger wird. Dennoch hangelt sich natürlich der Kern der Geschichte recht dicht an der Buchvorlage entlang, so dass man als Fan von Larssons Bestseller nicht enttäuscht wird und viele Szenen und sogar Dialoge sofort wiedererkennt. Die schauspielerischen Leistungen stehen denen in den beiden Vorgängern in nichts nach. Dies gilt für alle Beteiligten bis hin zur kleinsten Rolle. Herausragend, wenn auch bedingt durch die Story nicht gerade mit viel Text und Aktion ausgestattet, ist wieder einmal Noomi Rapace als faszinierende, intelligente, kühl planende Hackerin Lisbeth Salander. Doch die Schauspielerin braucht auch keinen Text, denn nur mit ihren Augen – und hin und wieder mit einem minimalen Lächeln – erzählt sie uns von Angst, Enttäuschung, Hass, Hilflosigkeit, Stärke, Zorn, Abscheu, Stolz, Genugtuung und Triumph. Dies findet seinen Höhepunkt in den Kammerspiel-artigen Szenen vor Gericht beim Blickduell zwischen ihr und Psychiater Teleborian. Dieser hatte einst Lisbeth als Kind in der Psychiatrie gequält und ihr das Leben zur Hölle gemacht. Einzig ihre starke Persönlichkeit und die Abschottung gegen die Außenwelt konnten sie damals retten. Teleborian wird brillant von Anders Ahlbom Rosendahl gespielt, der anschaulich den innerlich ekelhaft und abstoßenden Seelendoktor gibt, der nach außen ach so einfühlsam und besorgt ist und natürlich nur das Beste für seine frühere Patientin will, nämlich die geschlossene Anstalt und lebenslange Verwahrung. Der Kampf gegen das System mit Hilfe des Systems beginnt. Auch Michael Nyqvist macht als Mikael Blomqvist, der unerschütterliche, investigative Journalist mit festen Werten und Prinzipien, erneut eine überzeugende Figur. Alles in allem ist "Vergebung" (der bessere Titel wäre vielleicht "Vergeltung" gewesen") nicht nur die Geschichte betreffend, sondern auch als Finale der Film-Trilogie ein würdiger Abschluss! Anzumerken ist noch: vor Genuss von Teil 3 sollte man sich auf jeden Fall mindestens zuerst noch Teil 2 ansehen, da diese beiden zusammen eigentlich einen eigenständigen Film bilden. Sonst steht man auf ziemlich verlorenem Posten, wenn man versucht, der Haupthandlung, den Nebenschauplätzen und den vielen Figuren und ihren Motivationen zu folgen.  Fazit: Großartiges, schwedisches Krimi-Finale mit einer erneut umwerfenden Noomi Rapace!

Moviemans Kommentar zur DVD: Der Film bietet natürliche, in sich stimmige Farben. Leichtes Überstrahlen kann auftreten. Rauschen ist in leichter Form vereinzelt bemerkbar, hauptsächlich aber nur bei dunklen Szenen auffallend. Der dialoglastige Ton bedient meist die Front, gelegentlich kommen aber auch die restlichen Kanäle zum Einsatz. Die Extras sind auch dieses Mal leider nicht großzügiger ausgefallen und bieten neben Standardinterviews lediglich den Trailer. --movieman.de

VideoMarkt
Lisbet Salander wird beim Kampf mit ihrem Widersacher Zala schwer verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert. Sie schwebt weiterhin in größter Lebensgefahr, will doch nun der Geheimdienst sie mundtot machen, damit die Verbindung zwischen Zala und höchsten Regierungskreisen nicht publik wird. Derweilen setzt der Enthüllungsjournalist Mikael Blomkvist alles daran, Lisbeths Unschuld an den Morden an ihrem sadistischen Vormund sowie zwei Journalisten zu beweisen.

Video.de
Stieg Larssons fulminante "Millennium-Trilogie" geht in die letzte Runde. Mit Hilfe einer langen, verschachtelten Parallelhandlung erzählt Regisseur Daniel Alfredson einen nervenaufreibenden, actionreichen Thriller, der zwischen Vergangenheit und Gegenwart pendelt und eher die Spannungselemente als die psychologischen Momente der Vorlage herausarbeitet. Ein dichter, atmosphärisch stimmiger Politkrimi in bester skandinavischer Tradition, in dem Noomi Rapace erneut als furchtlose Punk-Ermittlerin glänzt.


Kundenrezensionen

Hilfreichste Kundenrezensionen

51 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
5Der letzte Film der Millennium-Trilogie
Von Chilling
Wie die beiden Vorgänger Verblendung (Män som hattar kvinnor, 2009) und Verdammnis (Flickan som lekte med elden, 2009) ist auch der letzte Film der sogenannten Millennium-Trilogie ein Thriller, in dem reihenweise mehr oder minder unverstellt Politik und Gesellschaft, Doppelmoral und Sexismus angeprangert werden: Waren pathologisch-männliche Gewaltfantasien und mörderischer Sadismus das Thema des Kriminalfalls in Verblendung, rückte die neben Blomkvist ermittelnde Hackerin Lisbeth Salander mit Verdammnis in das Zentrum der Handlung, und ihr Leidensweg wurde zum zentralen Fall. Zudem thematisierte der Film den organisierten Menschenhandel mit osteuropäischen Frauen, Drogengeschäfte und Zwangsprostitution, deren mafiose Strukturen bis in staatstragende Ämter reichten.

ergebung (Luftslottet som sprängdes, 2009; zu deutsch: Das Luftschloss, das gesprengt wurde) bildet mit Verdammnis eine inhaltliche Einheit und setzt dort ein, wo Teil 2 endet: Lisbeth hat den Kampf mit ihrem Antagonisten, dem Mafioso und außer Kontrolle geratenen Geheimagenten Zalachenko, schwer verletzt überlebt und liegt nun quasi Tür an Tür mit ihrem Erzfeind in einem Krankenhaus. Sie ringt um ihr Leben, in physischer wie auch in juristischer Sicht, denn öffentlich wird sie nun des Mordversuches an Zalachenko bezichtigt. Mikael Blomkvists Bemühungen, Lisbeth zu entlasten ' und zugleich Material für eine Sonderausgabe seines Millennium-Magazins zusammenzutragen ' werden zunehmend organisiert behindert.

Der Fall Salander ist nämlich zu einem Politikum geworden, und bestimmte Kreise der schwedischen Sicherheitspolizei fürchten um die Enttarnung ihrer ' schon dreißig Jahre zurückliegenden ' Methoden und Aktivitäten. So verschiebt sich der Fokus des Films hin zum Polit- und Agententhriller und zum Ende hin sogar zum Gerichtsfilm: Denn die Sprengung des Luftschlosses aus kriminell-verselbstständigtem, vorauseilendem Beamtengehorsam, vermeintlicher Staatstreue und begangenen Verbrechen im Namen eines höheren Wohls erfolgt im Gerichtssaal. Anders als in den Vorgängern agiert Lisbeth Salander nicht mehr. Ihre rabiaten Methoden zur Konfliktlösung versagen angesichts eines militärisch organisierten Geheimdienstapparates und einer blinden Justizmaschinerie. So hat in Vergebung vor allem Blomkvist (Michael Nyqvist) den aktiven Part, unter größter Gefahr Fakten zu Lisbeths Rettung zu recherchieren und gerichtstauglich vorzutragen.

Auch formal und ästhetisch setzt der Film seinen Vorgänger fort, bauen Regisseur Alfredson und die Drehbuchautoren Frykberg und Ryberg in bewährter Weise weniger auf visuelle Narration denn auf die Dialoge und auf bereits eingeführte Figuren. Noch einmal steigert sich die Handlungs- und Faktendichte um ein Vielfaches, was zum Verständnis des Plots die genaue inhaltliche Kenntnis des Vorgängerfilms erfordert. Und obwohl die eigentliche Zentralfigur Lisbeth Salander zur Passivität gezwungen ist, gelingt Vergebung überaus spannend, zumindest für den Zuschauer, der an dialoglastigen Großpuzzles seine Freude hat.

53 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
4Die beste filmische Umsetzung der Triologie
Von H., Jens
Ich habe die schwedische Version dieser DVD seit März und muss sagen, dass dieser Teil mir am besten gefallen hat. Bei diesem Teil habe ich allerdings auch erst den Film gesehen und dann das Buch gelesen. Und ich muss sagen, vielleicht ist das sogar der bessere Weg. Dann fällt einem nicht sofort auf, was alles weggelassen wurde, sondern kann sich auf den Film an sich konzentrieren. Und dieser ist einfach ein gut gemachter Krimi - Punkt. Ich finde es auch keineswegs tragisch, dass gekürzt werden mußte. Nebenhandlungen, wie der Versuch Erika Bergers bei einer anderen Zeitung Fuß zu fassen und ihre dort durchgemachten Verfolgungen ihrer 'Jugendliebe', sind für die eigentliche Handlung nebensächlich und entbehrlich. Wie ich auch bei den Büchern in den anderen Teilen einigen Seiten als entbehrlich empfinde und jeder Band mindest auch 100 Seite hätte kürzer ausfallen können (z.B. die ausschweifenden Beschreibungen von Lisbeths Karibikaufenthalt).
Darum kann ich auch nicht ganz verstehen, warum man auf eine noch längere Version warten sollte. Mit rund 2 1/2 Std. Spielzeit pro Film ist zumindest meine Belastungsgrenze durchaus erreicht. Eine 1:1 Umsetzung des Buches als Film könnte ich wahrscheinlich nicht durchhalten.
Und wenn man nicht immer die Bücher gleich als Messlatte anlegt, dann kann man durchaus zu dem Ergebnis kommen, dass diese drei Filme gut gemachte Krimis sind.
Wenn mich etwas stören würde, dann eigentlich nur, dass es in Schweden anscheinend so wenig Schauspieler gibt und sie einem immer wieder begegnen. In Mikael Blomkvist sehe ich immer wieder auch den Chorleiter aus 'Wie im Himmel' und bei Erika Berger warte ich förmlich darauf, dass Kurt Wallander um die Ecke kommt. Noomi Rapace ist dann auch der wirkliche Lichtblick in dieser Hinsicht.

25 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
3Alle Dämme sind gebrochen...
Von Frank Gerstenmeier
Der erste Film (Verblendung) hielt sich sehr genau an die Buchvorlage. Beim zweiten Film (Verdammnis) wurde viel weggelassen, die Haupthandlung hielt sich im großen und ganzen aber noch daran. Bei Vergebung rollen sich dem Leser die Zehennägel auf. Hier wurde im Film nahezu jede Szene umgeschrieben, um die Haupthandlung (der Kampf gegen Teleborian/Sektion in der Verhandlung bzw. gegen den Halbbruder in einer mehr physischen Form) kompakter zu machen. Dazu wurden auch fast alle parallelen Handlungsstränge auf diese beiden Themen umgebogen - Erika Berger z.B. verlässt hier Millennium nie und auch bei Kleinigkeiten wurden Änderungen gemacht, um der Spannung zu liebe die Spielzeit kurz genug zu halten. Im Buch z.B. erhält Lisbeth ihren zuvor genutzen PDA ins Krankenhaus geschmuggelt und Mikael überredet einen Pfleger aufwändig ein Mobiltelefon in einem Schacht in der Nähe zu verstecken, das Lisbeth als kabellosen Remote-Internetzugang nutzen kann, und es täglich aufzuladen. Im Film erhält sie ein Smartphone mit Internetfähigkeit und fertig.
Die Detailänderungen nehmen aber so ein Ausmaß an, dass einige Stellen wo Elemente aus dem Buch verwendet werden, sogar befremdlich und deplaziert wirken. Im Film versteht niemand warum Lisbeth ein Buch über DNA-Forschung erhält. Völlig unverständlich (auch für den Leser) ist, was es mit den anonymen Belästigungen von Erika Berger bei Millennium auf sich hat. Von der Buchumsetzung her ist der dritte Teil mit Abstand der schlechteste Film.

Ein anderes Bild ergibt sich, wenn man den Film rein als Film sieht. Die Abweichungen vom Buch machen die Geschichte zwar weniger anspruchsvoll, aber für jemanden, der das Buch nicht kennt, weitaus stimmiger und nachvollziehbarer als Verdammnis. Er bekommt zwar kein Meisterwerk, aber einen durchaus sehenswerten spannenden Thriller.

Bei der technischen Umsetzung ist mein subjektiver Eindruck, dass der Ton wie bei den Filmen davor hauptsächlich für Räumlichkeit sorgt, das Bild geringfügig weicher/unschärfer ist. Es macht dem Film zwar keinen großen Abbruch, da er sehr Dialog lastig ist, unter Blu-rayfeeling versteht man jedoch etwas anderes. Als Extras gibt es wieder nur Interviews und Trailer.

Fazit: Das versprochene große Finale ist es nicht. Die Sünden der beiden Umsetzungen davor haben den Regisseur quasi zur Flucht nach vorne gezwungen. Das ist grausam für den Leser, aber wenn man ehrlich ist, eher positiv für den Film. Ich bin gespannt was die Amerikaner daraus machen...

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Verdammnis Verblendung Verdammnis (2): Roman: Millennium Trilogie 2 Gebrauchte Bücher